Michael Schumacher bittet in Sachen Zukunft weiter um Geduld

Formel 1 2012

— 19.06.2012

Schumacher: "Werde nicht einfach aufgeben"

Warum Michael Schumacher seine Zukunftsentscheidung nicht von der Pechsträhne 2012 abhängig machen will und wieso er keine Resignation aufkommen lässt



Erlebt das Comeback von Michael Schumacher nach dem Dreijahres-Vertrag, der 2012 zu Ende geht, eine Fortsetzung oder nicht? Diese Frage steht seit Wochen im Mittelpunkt der Diskussionen, schließlich hieß es ursprünglich von Seiten Mercedes', dass man rund um den Grand Prix von Monaco eine Idee hätte, in welche Richtung es gehen würde.

Bei den Silberpfeilen scheint man sich tatsächlich im Klaren zu sein, dass man mit dem Rekordweltmeister, der gegen seinen Teamkollegen Nico Rosberg eine klar negative Bilanz vorzuweisen hat, weitermachen will. Die letzte Bestätigung für sein nach wie vor bestehendes Potenzial erbrachte der 43-Jährige mit der Topzeit im Qualifying von Monaco.

Pechsträhne kein entscheidender Faktor

Dass Schumacher selbst noch warten möchte, ist nachvollziehbar, denn derzeit liegt er mit nur zwei WM-Punkten auf dem enttäuschenden 18. Platz in der Fahrer-WM. Und das großteils unverschuldet, schließlich erreichte er nur zwei Mal in sieben Rennen das Ziel - zwei Mal wurde er in aussichtsreichen Positionen aufgrund von Fehlern des Teams aus dem Rennen gerissen.

Nach außen kommuniziert Schumacher aber nun, dass die regelmäßigen Pannen nicht der Grund sind, warum er noch keine Entscheidung getroffen hat. Die negative Serie werde dies "überhaupt nicht beeinflussen", stellt er gegenüber 'Motorsport aktuell' klar. "Ich werde bestimmt nicht einfach aufgeben."

Schumacher glaubt an Mercedes

Obwohl Teamchef Ross Brawn verriet, dass Schumacher nach dem Ausfall in Barcelona sehr frustriert gewesen war, möchte der Deutsche seine Entscheidung mit der nötigen Distanz treffen. "Für Entscheidungen mit solcher Tragweite musst du noch ganz andere Dinge miteinbeziehen", erklärt Schumacher, dass er seine Zukunft in einem größeren Kontext sieht.

Trotz der regelmäßigen Rückschläge hat der 91-fache Grand-Prix-Sieger, der seit 2006 nicht mehr auf dem Podest stand, die Hoffnung noch nicht verloren: "Ich glaube nach wie vor an unser gemeinsames Projekt und dass wir mit Mercedes etwas Tolles auf die Beine stellen werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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