Telmex und Sergio Perez sind verbunden, aber bleibt das Logo am Sauber kleben?

Formel 1 2012

— 20.06.2012

Perez-Mentor Slim will Sauber die Treue halten

Der mexikanische Milliardär sieht eine Verbundenheit mit Telmex über Sergio Perez hinaus - Planungen für Grand Prix in seinem Heimatland laufen



In der laufenden Formel-1-Saison beeindruckt Sergio Perez nicht nur Fans und Fachwelt mit starken Leistungen, sondern auch seinen Mentor Carlos Slim. Der Telmex-Vorsitzende lobt seinen Schützling im Gespräch mit der spanischen Sport-Tageszeitung 'Marca' in den höchsten Tönen. "Er hat in der weltbesten Motorsport-Serie alle Erwartungen erfüllt, die in ihn gesetzt wurden. Mit zwei Podiumsplätzen in einem Sauber hätte wohl kaum jemand gerechnet", sagt Slim.

Er verweist darauf, dass Perez erst im zweiten Jahr in der Formel 1 fährt und rechnet hoch. "Mit diesen Anlagen wird er Siege und eines Tages den Titel holen", so Slim, der dem 22-Jährigen seine volle Unterstützung zusichert. Doch was ist mit dem Sauber-Team, wenn "Checo" tatsächlich zu Ferrari wechseln sollte? Die Truppe aus Hinwil als Partner für das Projekt seines Telefonkonzerns Telmex gewählt zu haben, begründet Slim mit der Person Peter Sauber.

Sauber und Telmex über Perez hinaus verbunden

Das Näschen des Schweizers für Talente und sein vorbildlicher Einsatz für den Sport hätten ihn von der Zusammenarbeit überzeugt, meint Slim. Da muss die Entdeckung und Etablierung Perez nicht der letzte mexikanische Durchbruch in einem Sauber gewesen sein. "Die Kooperation hat zwei Seiten: Einerseits gilt unser Interesse Sergio Perez als Fahrer, andererseits haben wir uns als Firma dem Projekt verpflichtet", erklärt Slim.

Und findet dieses Projekt bald auch vor heimischer Kulisse statt? Gerüchte über eine Rückkehr Mexikos in den Grand-Prix-Kalender kommentiert der Unternehmer offensiv. Dass hinter den Kulissen bereits die Strippen gezogen werden, bestreitet Slim nicht. "Es gibt aber viele Unbekannte, die darüber entscheiden, ob es klappt."

Mexiko fehlt Grand-Prix-Promoter

Es sei zunächst wesentlich wichtiger, einen Formel-1-Piloten als Identifikationsfigur geschaffen zu haben als ein Rennen auszurichten, insistiert Slim. Und dann mangelt es noch an einem Promoter für ein Event dieser Güteklasse in Mittelamerika, um sich formal für ein Gastspiel der Königsklasse zu bewerben. "Hoffentlich können wir das bald realisieren", meint Slim. Spekulationen zufolge hat Bernie Ecclestone großes Interesse.

Das weiß auch der Slim, der sich über die Attraktivität des mexikanischem Marktes für die Automobilindustrie im Klaren ist und mit seiner Firma profitieren möchte. "Der Sport spiegelt Modernität und Technologie wieder. Ohne Zweifel gibt es nur wenig Vergleichbares: Die Formel 1 kommt jedes Jahr, während eine Fußball-Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele nur alle vier Jahre stattfinden", streicht er die Attraktivität des Grand-Prix-Zirkus für Gastgeberländer heraus.

Fotoquelle: xpb.cc

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