In Montreal wurde Jenson Button nach drei Boxenstopps abgeschlagener 16.

Formel 1 2012

— 20.06.2012

Nach Analyse: Buttons Reifenprobleme gelöst?

Bei McLaren glaubt man an eine Lösung von Jenson Buttons Reifenproblemen und sieht das Abschneiden in Montreal als Vorteil - Details machen den Unterschied



Die diesjährige Formkurve von Vizeweltmeister Jenson Button gibt Rätsel auf. Nach zwei Podestplätzen bei den ersten drei Rennen - darunter der Sieg beim Saisonauftakt in Melbourne - sammelte der McLaren-Pilot bei den anschließenden vier Rennen winzige zwei WM-Punkte für Platz neun in Barcelona. In der Fahrerwertung ist Button auf den achten Rang abgerutscht, während Teamkollege Lewis Hamilton nach sieben Rennen die Tabellenführung innehat.

Der negative Höhepunkt in Buttons jüngster Durststrecke war der Grand Prix von Kanada in Montreal, den der Brite nach drei Boxenstopps aufgrund von massiven Reifenproblemen nur auf Platz 16 beendete. Auf den siegreichen Teamkollegen Hamilton verlor der Vorjahressieger eine Runde und rätselte anschließend genau wie die McLaren-Ingenieure über die Ursache.

Wie McLarens Technischer Leiter Simon Roberts nun offenbart, könnte sich das miserable Abschneiden Buttons in Montreal unterm Strich sogar zu seinem Vorteil ausgewirkt haben. "Kanada war meiner Meinung nach sehr interessant, denn wir traten dort mit zwei grundlegend identischen Autos an. Natürlich gestehen wir beiden Fahrern individuelle Anpassungen auf ihren jeweiligen Fahrstil zu, aber der Unterschied in Bezug auf die Performance der Reifen war schon fundamental."

"Daraus konnten wir Profit schlagen und nahmen in der Fabrik eine umfassende Analyse der Daten vor", so Roberts weiter. "Wir sind uns derzeit ziemlich sicher, dass es an Jensons Auto nichts Unpassendes gab. An seinem Setup war nichts grundlegend falsch. In den Feinheiten lagen jedoch Unterschiede zwischen den beiden Autos", vergleicht der Technische Leiter die Daten von Buttons MP4/27 mit denen von Hamilton.

Der bevorstehende Grand Prix von Europa soll Besserung bringen. "Wir sind optimistisch, dass wir die Unterschiede für Valencia identifizieren konnten und werden Jenson sowohl für das Qualifying als auch für das Rennen ein etwas anderes Auto bereitstellen", sagt Roberts. Buttons Plan für das kommende Wochenende sieht vor, am Freitag zunächst mit dem Setup Hamiltons zu beginnen und darauf aufbauend individuelle Anpassungen vorzunehmen.

Wo im Nachgang zu Montreal genau die Unterschiede zwischen den Autos der beiden McLaren-Teamkollegen lagen, will der Technische Leiter nicht verraten: "Ich kann keine Details nennen, aber es waren sehr feine Unterschiede. Wir sprechen hier nicht von unterschiedlicher Balance im Bereich der Aerodynamik oder dergleichen. Es geht um Details."

"An diesem Tag ließ die Performance ganz klar zu wünschen übrig", blickt er auf Buttons Rennen in Montreal zurück und gibt sich vorsichtig: "Meiner Meinung nach sind wir näher gekommen, das Problem in seiner Gesamtheit zu verstehen. Ob wir tatsächlich eine Lösung gefunden haben, wird nur die Zeit zeigen." Eines steht für den Technischen Leiter jedoch fest: "Es ist eine schmerzhafte, aber interessante Erfahrung für uns."

Fotoquelle: xpbimages.com

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