Felipe Massas Zukunft bei Ferrari über die Saison hinaus darf bezweifelt werden

Formel 1 2012

— 21.06.2012

Massa möchte Aufwärtstrend fortsetzen

Der Ferrari-Pilot hofft nach wie vor auf eine Zukunft bei Ferrari und erklärt, warum es bei ihm nun deutlich besser läuft als bei den ersten Rennen der Saison



Felipe Massas Saisonbilanz nach den ersten sieben Rennen sieht wenig berauschend aus. Lediglich elf Punkte hat der Brasilianer auf seinem Konnte - neun davon allein in den vergangenen zwei Rennen. Damit liegt der Ferrari-Pilot in der Fahrerwertung auf Platz 14, während Teamkollege Fernando Alonso um die WM kämpft. Die unterschiedlichen Leistungen der Ferrari-Piloten sind laut Massa auf die Charakteristik des F2012 zurückzuführen."

Bei den ersten Rennen war der Ferrari schwer zu fahren und kam Massas Fahrstil absolut nicht entgegen. Durch die Veränderungen bei den letzten Rennen lief es für den Vizeweltmeister von 2008 besser. "Es ist wahr, ich bin deutlich zufriedener, dass ich den F2012 nun mehr so fahren kann, wie ich es möchte. Deswegen bin ich mit meinen Fahrleistungen, der Balance des Autos und meinem Tempo deutlich glücklicher."

Der Trend stimmt

"Natürlich fühlt man sich immer gut, wenn es vorwärts geht. All die Änderungen und Updates am Auto haben bei dieser Entwicklung geholfen. Doch auch die Setup-Arbeit mit meinen Ingenieuren war wichtig. Wir haben hinsichtlich der Balance viele Dinge geändert und eine gute Richtung für mich gefunden", schildert Massa, dessen Zukunft bei Ferrari an seidenen Faden hängt. Sebastian Vettels Name wurde in der Vergangenheit für die Saison 2014 recht häufig mit den "Roten" in Verbindung gebracht. 2013 könnte ein Übergangsjahr werden, in dem zum Beispiel Mark Webber ein möglicher Ersatz für den taumelnden Massa sein könnte.

Im Moment ist der Ferrari sicher nicht das schnellste Auto im Feld. Der Trend der Italiener lässt für die zweite Saisonhälfte aber einiges erwarten. "Sicher haben wir verglichen mit dem Saisonbeginn viele neue Teile. Wir lagen weit zurück und waren mit unserer Entwicklung nicht zufrieden. In den vergangenen drei Rennen haben sich die Dinge zu unseren Gunsten entwickelt", analysiert Massa. "Das haben wir in Barcelona, Monaco und Kanada gesehen. Von nun an kommen immer mehr Updates und ich denke, dass sich unsere positive Entwicklung fortsetzen wird."

Bemerkenswert ist, dass sich die beiden Ferrari-Piloten bei der Setup-Arbeit für getrennte Wege entschieden haben. "Wir arbeiten recht unterschiedlich", stellt Massa fest und begründe: "Jeder Fahrer hat seinen eigenen Stil, die Art und Weise wie er einlenkt oder das Gas benutzt. Und wenn man sich nicht wohl fühlt, dann ist das keine Hilfe."

"Man weiß, wie es in der Formel 1 ist, tatsächlich ist es nicht nur in der Formel 1 sondern in jedem Spitzensport so, dann man an sehr kleinen Details arbeiten muss. Wenn etwas nicht nach Plan läuft, bewegt man sich in die falsche Richtung und verliert Performance, weil man sich nicht zu 100 Prozent mit sich selbst beschäftigen kann", erklärt der Brasilianer, der seit 2006 für Ferrari fährt.

Reifenprobleme gelöst

Verglichen mit dem Vorjahr hat Ferrari 2012 weniger Probleme mit den härteren Reifenmischungen. 2011 taten sich sowohl Alonso als auch Massa schwer, die harten Pneus auf Temperatur zu bringen. "Wenn wir wählen könnten, würden wir immer noch weichere Reifen bevorzugen", bemerkt Massa. "Dieses Jahr sind die Reifen deutlich weicher als im Vorjahr."

In Valencia hat Pirelli die mittlere und die weiche Mischung im Angebot, was laut Massa keine Probleme bereiten dürfte. "In dieser Saison hat das Auto deutlich weniger zu kämpfen, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Der mittlere und weiche Reifen sollten an diesem Wochenende gut funktionieren", hofft er. Neben den Reifen hat Ferrari in diesem Jahr auch beim Topspeed Fortschritte gemacht.

"Wenn man sich Montreal anschaut, dann war unser Topspeed nicht allzu gut. Doch das war er bei McLaren, Red Bull und selbst Mercedes auch nicht. In Kanada waren wir dennoch in der Lage, andere Autos auf eine konventionelle Art und Weise zu überholen - Autos, bei denen wir uns in der Vergangenheit schwer taten, sie mit DRS zu überholen", freut sich Massa. "Das zeigt, dass die anderen Teams ihren Denkansatz geändert haben und wir gleichzeitig unseren Topspeed verbessert haben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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