Der Lotus E20 funktioniert besonders bei hohen Temperaturen gut

Formel 1 2012

— 21.06.2012

Lotus wünscht sich ersten Saisonsieg

Kimi Räikkönen ist mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden, möchte aber endlich Rennen gewinnen - Romain Grosjean hofft auf Steigerung im Qualifying



Kimi Räikkönens Comebacksaison verläuft bisher besser als gedacht. Der introvertierte Finne fuhr bereits zwei Mal aufs Podest und verpasste in Bahrain den Sieg nur knapp. Das Potenzial ist ohne Zweifel groß genug, um Rennen zu gewinnen. Diesen Meilenstein bisher verfehlt zu haben, verärgert Räikkönen, der in Valencia einen neuen Anlauf starten möchte, um seinen ersten Sieg nach der Formel-1-Pause zu feiern.

"Natürlich ist man enttäuscht, wenn man trotz guter Ergebnisse nicht gewinnt. Wenn man aber vor der Saison gefragt hätte, ob man mit diesen Ergebnissen zufrieden sei, hätte man das sicher bejaht", relativert er und freut sich fürs Team: "Sie hätten sicher nicht gedacht, so weit oben zu stehen. Doch wenn man soweit oben steht, aber nicht gewinnt, ist es natürlich enttäuschend. Wenn man die Chance auf den Sieg hat, erwartet man eben mehr."

Verbesserungspotenzial im Qualifying

Auffällig ist, dass der E20 im Rennen deutlich besser funktioniert als im Qualifying. "Im Rennen waren wir bisher recht stark. Hier und da gab es kleine Dinge, die nicht absolut perfekt liefen, doch es ist immer recht einfach, das zu behaupten. Wir versuchen immer, zu gewinnen. Es ist aber nicht einfach." Der Lotus fordert die Reifen deutlich weniger hart als die Autos der Konkurrenz.

"Wenn du gewinnen willst, musst du aus den ersten zwei Reihen losfahren", bemerkt Lotus-Teamchef Eric Boullier gegenüber 'Autosport'. "Aber wir müssen auch die richtige Balance halten und die Stärken des Autos im Rennen wahren." Beim anstehenden Rennen in Spanien könnte Räikkönen der achte Sieger im achten Rennen sein. "Wir wissen nicht, wie gut es laufen wird. Morgen werden wir erste Anhaltspunkte erhalten und Samstag mehr. Ich hoffe, dass wir Sonntag vorne mitspielen können", so der Finne.

In der Konstrukteurswertung liegt Lotus im Moment auf Platz drei - noch vor Ferrari und Mercedes. Sollte Boulliers Team diesen dritten Platz halten können, wäre das eine bemerkenswerte Steigerung zum Vorjahr. "Wir versuchen es, doch es wird nicht einfach, weil die anderen Teams deutlich größer sind als wir", analysiert Räikkönen. "Bisher ist es uns aber auch gelungen. Ich sehe keinen Grund, warum uns das nicht gelingen solle, solange wir alles richtig machen und das Auto jedes Mal verbessern können."

Grosjean bisher sehr zufrieden

Großen Anteil an der bisher erfolgreichen Lotus-Saison hat auch Teamkollege Romain Grosjean. Der Franzose fuhr zuletzt in Kanada aufs Podium und liegt in der Fahrerwertung nur zwei Punkte hinter Räikkönen. Mit einer Einschätzung für Valencia tut er sich aber noch schwer: "Vor dem Freien Training und dem Qualifying ist es immer sehr schwer, Prognosen abzugeben. Die Kräfteverhältnisse können sich recht schnell verschieben. Auf dem Papier sieht es aber gut für uns aus. Das Auto läuft gut und es ist heiß - das kommt uns entgegen."

"Hoffentlich können wir diesen Vorteil beibehalten. Zudem sollten die anderen Teams keine Lösung für hohe Temperaturen finden. Dann haben wir eine gute Chance", bemerkt Grosjean. "Wir haben besonders in Bahrain ein paar Dinge gelernt. In Kanada haben wir etwas über die verschiedenen Mischungen gelernt. Ich hoffe, dass wir hier alles zusammenbringen und das bestmögliche Qualifying-Ergebnis holen und ein weiteres gutes Rennen fahren."

Die Qualifying-Schwäche von Lotus muss laut Grosjean nicht an einer schlechten Balance bei der Renn- und Qualifying-Performance liegen. Der Formel-1-Rückkehrer denkt, dass man am Samstagnachmittag Verbesserungen erzielen kann, die aufs Rennen keinen schädlichen EInfluss haben. "Es ist möglich, sowohl im Qualifying als auch dem Rennen ein gutes Auto zu haben. Ich hoffe, dass ich nicht falsch liege und wir am Samstag zeigen können, dass wir im Rennen ums Podium kämpfen. Wir müssen unser Renntempo beibehalten und uns im Qualifying steigern", fordert er.

"Ich bin über den bisherigen Saisonverlauf überrascht und zufrieden. Das Team hat ein gutes Auto gebaut, das zwingend notwendig ist, um solch gute Ergebnisse zu erzielen. Zudem habe ich ein paar gute Rennen gezeigt. In Barcelona haben wir einen Schritt nach vorn gemacht, in Kanada vermutlich einen weiteren. Durch diese kleinen Schritte rückt man dem perfekten Wochenende und dem Sieg immer näher", schildert Grosjean.

Fotoquelle: xpbimages.com

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