Sebastian Vettel war im zweiten Freien Training der schnellste Fahrer

Formel 1 2012

— 22.06.2012

Red Bull: Mit neuem Diffusor-Trick zur Tagesbestzeit

Adrian Newey hat sich für Valencia etwas Neues einfallen lassen, um den Verlust des angeblasenen Diffusors auszugleichen - Sebastian Vettel Tagesschnellster



Der Valencia-Auftakt von Red Bull lässt die Fans von Sebastian Vettel hoffen. Der amtierende Weltmeister beendete den ersten Tag beim Grand Prix von Europa als Schnellster. Mit einer Zeit von 1:39.334 Minuten setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Teamkollege Mark Webber hatte am Nachmittag mit Verkehr zu kämpfen als er mit frischen Reifen unterwegs war und wurde deshalb nur Neunter.

"Wir haben heute ein paar neue Teile am Auto getestet, die Rundenzeiten haben uns aber nicht erlaubt, einen fairen Vergleich zwischen ihnen zu ziehen", erklärt Vettel. "Es war wichtig, ein problemfreies Training zu haben. Ich bin mit unserer Arbeit zufrieden. Ich denke, dass sich die Bedingungen am Sonntag wieder ändern werden. Heute war es etwas frischer, was einen Unterschied ausgemacht hat. Es ist zwischen den Teams sehr eng. Im Moment ist noch nicht klar, wie die richtige Strategie für Sonntag aussieht. Hoffentlich können wir morgen einen Schritt vorwärts machen."

"Das Auto funktioniert gut, doch es gibt Bereiche, in denen wir uns verbessern können", bilanziert Webber. "Ich war mit dem harten Reifen zufriedener. Die Balance mit dem weichen Reifen war heute nicht gerade toll, doch daran arbeiten wir heute Nacht. Der Wind hatte Einfluss, wird morgen aber nachlassen. Ob die Änderungen am Auto funktionieren, werden wir am Sonntag feststellen. Der Kurs wird schneller, sobald wir Gummi auf die Oberfläche bringen. Zudem wird es ein bisschen wärmer. Warten wir es also ab."

Aus technischer Sicht überraschte Red Bull mit einigen Neuerungen. Die spektakulärste Änderung am Auto war sicher die Kanalisierung des Unterbodens, die bereits vor einigen Rennen eingeführt wurde, damals aber nicht die gewünschten Ergebnisse erzielte. 'BBC'-Experte Gary Anderson erklärt: "Bei diesem Rennen ist diese Lösung zurück, wurde aber überarbeitet. Jetzt besteht eine Verbindung mit dem Diffusor. Der Luftfluss strömt nun besser in den Bereich, der weniger Druck hat und kreiert dadurch Abtrieb."

"Ein wichtiges Element der Modifikation ist die heiße Abluft des Kühlers, die nun nicht mehr vor den Hinterrädern austritt sondern auf halber Strecke. Das kreiert eine Art Schacht, was gut ist, weil man nicht möchte, dass sich die langsame und heiße Luft mit der schnellen Unterdruckluft mischt, die Abtrieb kreiert", beschreibt Anderson. "Das ist nicht alles. Sie haben am Heckflügel auch eine neue Endplatte und kleine Windabweiser auf den Seitenkästen, wie sie McLaren vor ein paar Rennen eingeführt hat."

"Eine gute Stabilität des Hecks ist in Valencia sehr wichtig. Es gibt sehr viele Bremszonen, in denen man von einer sehr hohen Geschwindigkeit in langsame Kurven hineinbremst. Die Fahrer müssen beim Einlenken bremsen", schildert Anderson. "Wenn man eine gute Stabilität hat, kann man die richtige Bremsbalance fahren. Wenn man die nicht hat, führt das dazu, dass man die Bremsbalance immer weiter nach vorn verstellt, um die Hinterräder vom Blockieren abzuhalten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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