Nico Rosberg hatte zwischenzeitlich die Befürchtung, Letzter zu werden

Formel 1 2012

— 25.06.2012

Rosberg in Valencia: Erst Frust, dann Lust

Obwohl sich der Mercedes-Pilot über eine Aufholjagd zum Ende des Grand Prix und Rang sechs freut, will er so schnell wie möglich wieder Rennen gewinnen



Lange musste Nico Rosberg darauf warten, dass sein Rennfahrerherz beim Großen Preis von Valencia am Sonntag in Wallung geriet. "Ich dachte schon: Heute kommen ich als Letzter ins Ziel. Hinter mir war nur noch ein Caterham", schildert der am Ende sechsplatzierte Mercedes-Pilot in seinem Videoblog und kommt zu dem Fazit: "Insgesamt ein Rauf und Runter." Die Achterbahnfahrt begann in einem Tal - und zwar mit dem Zeittraining am Samstag.

Rosberg erinnert sich: "Es fing schon nach dem Qualifying an. Da hat es nicht geklappt, weil Lewis (Hamilton, Anm. d. Red.) mir am Ende im Weg stand", kommentiert er Startposition sechs. Der Wiesbadener hatte einen gewaltigen Hals auf seinen Freund im McLaren und auch 24 Stunden später sah es nicht nach einem versöhnlichen Rennergebnis aus. "Schlecht angefangen und einige Plätze verloren", bemerkt Rosberg, der zwischenzeitlich aus den Top 10 fiel.

In der Folge kam der Silberpfeil in Schwung. "Ich war auf einer Ein-Stopp-Strategie, daher habe ich mir immer Hoffnungen gemacht. Ich dachte, die anderen machen alle zwei Stopps und ich muss nur ein Mal anhalten, weil meine Reifen ja ewig halten." Falsch gedacht. "Nach dem ersten Boxenstopp habe ich direkt gemerkt, dass die Reifen wieder ein riesiges Thema im Rennen sind. Da wurde relativ schnell klar, dass ein Stopp nicht geht", meint Rosberg.

Zu allem Überfluss hatte der China-Sieger das Pech, dass das Führungsfahrzeug zu einem für ihn ungünstigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt wurde. "Dann kam das Safety-Car auch noch komplett im falschen Moment, als ich schon sehr, sehr gebrauchte Reifen, alle anderen waren mit neuen unterwegs." Ohne Temperatur in den Pneus war nach der Wiederfreigabe alles zerronnen, was zuvor gewonnen war.

Mercedes entschied sich dazu, mit Rosberg doch noch einen weiteren Stopp einzulegen - mit dieser Maßnahme bewies Ross Brawn ein Mal mehr ein glückliches Händchen. Denn nach dem Service pflügte der Deutsche durch das Feld und fuhr binnen weniger Runden von Rang 13 auf sechs vor. "Links, rechts, vorne, hinten, oben unten - das war echt cool", freut sich Rosberg über viele Überholmanöver in der Schlussphase.

Auf ein weiteres großes Erfolgserlebnis muss er jedoch weiter warten: "Für mich sind es gute Punkte für die WM, obwohl ich nicht so sehr darauf achte. Ich achte er darauf, bald wieder ein Rennen zu gewinnen. Das kann bald wieder kommen", prognostiziert Rosberg.

Fotoquelle: Daimler

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