Formel-1-Kalender der Zukunft: Jeder Schritt muss gut überlegt sein

Formel 1 2012

— 27.06.2012

Formel-1-Kalender:Geht noch mehr?

Mit 20 Rennen pro Jahr ist aus Sicht vieler Teams eine Obergrenze erreicht, aber es gibt noch viel zu beackern: USA, Russland, Thailand und mehr



Die Formel 1 ist keine Saisonarbeit mehr, sondern erfordert von allen Mitarbeitern Hchstleistungen im gesamten Jahr. Einzig im Winter und in der kurzen - per Reglement verordneten - Sommerpause knnen die Mechaniker einmal durchatmen. Mit 20 Rennen pro Saison hat man in der Knigsklasse offenbar eine Grenze erreicht. Bernie Ecclestone hat Plne fr weitere neue Schaupltze, aber manche Teams wollen dort nicht mehr mitspielen.

"Das Problem wird die Belastung der Mitarbeiter - der Mechaniker und Ingenieure, die vor Ort sind. Das wird irgendwann dazu fhren, dass man eine zweite Mannschaft braucht und man das Ganze aufsplitten muss", beschreibt Peter Sauber seine Sorgen im Gesprch mit 'ServusTV'. "Man ist jetzt schon an der Belastungsgrenze. Allen voran, wenn man in Abu Dhabi bleibt und noch Tests anhngt. Dann sind die Leute sieben Wochen weg und haben keine Freizeit dazwischen."

Um neue Mrkte wie Russland oder Thailand erschlieen zu knnen und alte Mrkte wie die USA oder Mexiko wieder zu besuchen, mssen einige europische Klassiker weichen. In Spanien sollen sich Valencia und Barcelona knftig im jhrlichen Wechsel die Formel 1 auf die Strecke holen, in Deutschland fhrt man seit Jahren ein hnliches Modell. Auch Belgien und Frankreich werden voraussichtlich im Zweijahres-Rhythmus einen Grand Prix austragen.

Wettbewerb der potenziellen Austragungsorte

"Der asiatisch-pazifische Raum bietet derzeit die besten Mglichkeiten, um noch weiter voranzukommen. Je mehr Rennen in jener Region, desto besser ist es fr den Sport", sagt Force-India-Teamchef Vijay Mallya gegenber 'Formula1.com'. Der Indier denkt nicht ganz uneigenntzig, denn sein Interesse gilt vor allem den Mrkten nahe seiner Heimat. "Natrlich, denn dies ist fr unsere Sponsoren und Teilhaber attraktiver", gibt er offen zu.

"Es ist eine Weltmeisterschaft. Die Balance ist im Augenblick in Ordnung", erklrt Red-Bull-Teamchef Christian Horner auf 'ServusTV'. "20 Rennen im Kalender sind auch eine gute Anzahl. Es gibt einen Wettbewerb darum, wer einen Grand Prix ausrichtet, und es gibt einen Markt, der sich darum entwickelt. Der Vorteil, den die Formel 1 fr ein Land bringt, ist beachtlich. Fr Singapur, Abu Dhabi und andere. Das ist wichtig in deren Veranstaltungskalender." Auch fr Ecclestone wre ein Wettbieten um Grands Prix ein Traum.

"Die Formel 1 wird weiter wachsen. Ich finde es toll, dass wir in die USA gehen. Ich fnde es toll, wenn wir ein Rennen in New Jersey htten. Auch die Vorstellung, nach Austin zu gehen, ist groartig. Dann kommt Russland noch hinzu und andere Lnder zeigen auch groes Interesse. Die europischen Rennen werden sicher weniger werden", sagt Horner. "Aber es ist wichtig, dass auch die Traditionsrennen wie Monte Carlo, Monza und Silverstone dabei bleiben und dass man sicherstellt, dass der Kalender ausgeglichen bleibt."

"Zwei Rennen in den USA wren fantastisch. Die Formel 1 sollte dort prsent sein. Auch die Plne in Russland sind gute Nachrichten fr die Formel 1", frohlockt Kollege Mallya. "Aber man muss realistisch sein, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Tagen im Jahr. Wenn es von Januar bis Dezember geht, werden unsere Haare recht schnell ergrauen", sagt Daniel Ricciardo. Grinsend fgt er an: "Es ist mein Job, Rennfahrer zu sein - und umso mehr Rennen es gibt, umso mehr Chancen hat man, zum Helden zu werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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