Heikki Kovalainen und Witali Petrow waren in Valencia flott unterwegs

Formel 1 2012

— 29.06.2012

Caterham: Aufrüstung für das Heimspiel

Heikki Kovalainen und Witali Petrow sind optimistisch, in Silverstone erneut eine gute Rolle zu spielen - Umfangreiches Upgrade-Paket am CT01



Caterham gelang im Qualifying zum Grand Prix von Europa in Valencia dank Heikki Kovalainen der erhoffte Sprung in Q2. Im Rennen scheiterten der Finne und Teamkollege Witali Petrow mit den Plätzen 14 und 13 nach zwei Kollisionen mit den Toro-Rosso-Piloten und einem KERS-Problem am CT01 von Kovalainen erneut am Sprung in die Top 10 und verpassten damit erneut den ersten WM-Punkt für das Team.

Dennoch war das spanische Stadtrennen für die Grünen eine positive Erfahrung. Für Technikchef Mark Smith war vor allem "die Erkenntnis, dass wir mit den Upgrades die erhofften Fortschritte erzielen konnten" sehr zufriedenstellend. "Da die Werte auf der Strecke mit unseren Berechnungen im Vorfeld übereinstimmten, haben wir nun die große Hoffnung, dass wir diesen Trend mit künftigen Upgrades fortführen und somit die Lücke nach vorn schließen können."

Für das bevorstehende Heimspiel in Silverstone fährt Caterham laut Smith "neue Verkleidungsteile, eine überarbeitete Auspufführung und eine Reihe kleinerer Updates am Bodywork" auf. "Ich will keine Vorhersagen treffen, was mir damit ausrichten können, aber wenn wir den Schritt aus Valencia wiederholen können, sollten wir ein weiteres positives Wochenende erleben", so der Technikchef.

Kovalainen sieht Zuverlässigkeit im Fokus

Kovalainen kommt mit einem guten Gefühl zum britischen Grand Prix. "Silverstone ist in zweierlei Hinsicht eine tolle Strecke. Zum einen fahren wir dort eines unserer beiden Heimrennen, zum anderen ist es eine echte Fahrerstrecke." Auch nach den Umbauten im Laufe der Jahre bietet Silverstone nach Ansicht des Finnen immer noch das, was die Formel 1 ausmacht: "Schnelle Kurven, die dem Auto alles abverlangen. Der neue Teile der Strecke ist aus dem Cockpit betrachtet der langweiligste der ganzen Runde, aber die Passage von Copse über Maggotts bis nach Becketts gehört zu den besten im gesamten Kalender."

Nach den jüngsten Fortschritten im Team kann es Kovalainen "kaum erwarten, wieder ins Auto zu steigen". "Ich fuhr in Valencia aus eigener Kraft in Q2. Für Silverstone haben wir weitere Upgrades im Gepäck. Für uns kommt es jetzt darauf an, das Tempo im Qualifying beizubehalten und gleichzeitig eine gute Zuverlässigkeit am Sonntag sicherzustellen. Probleme wie mit dem KERS in Valencia können die gesamte Arbeit des Teams in der Fabrik und im Windkanal zunichte machen."

Petrow hofft auf größeren Sprung als bei der Konkurrenz

Auch Petrow kommt angesichts der Tradition und der unmittelbaren Nähe zur Caterham-Fabrik gern nach Silverstone und freut sich schon auf "die leidenschaftlichen Fans, die das Wochenende zu etwas ganz Besonderem machen". Bei ihren Anfeuerungen rund um die Strecke lassen sich die britischen Fans naturgemäß auch nicht vom zuweilen widrigen Wetter abhalten.

"Dank der neuen Teile am Auto sollten wir beim Grand Prix von Großbritannien einen weiteren Schritt nach vorn machen", glaubt auch der Russe und stellt heraus: "Ich bin mir sicher, dass nahezu alle Teams Upgrades dabei haben werden. Wir müssen also sicherstellen, dass wir nicht nur schneller werden, sondern uns stärker verbessern als unsere unmittelbaren Gegner."

Ziel Nummer eins für Caterham ist derzeit Toro Rosso. "Nachdem der Abstand zu ihnen in Valencia deutlich kleiner war, hat unser Team jetzt ein klares Ziel vor Augen und tritt mit jeder Menge Rückenwind an", so Petrow. "Wenn es uns gelingt, ähnliche Fortschritte zu machen wie in Valencia, könnte der britische Grand Prix sehr interessant werden."

Fernandes erkennt Schritt nach vorn

Teamchef Tony Fernandes blickt genau wie das gesamte Caterham-Team mit Freude auf Valencia zurück. "Der Grand Prix von Europa war für uns so etwas wie ein Meilenstein. Erstmals gelang es uns, ein Mittelfeld-Team im Qualifying aus eigener Kraft zu schlagen", spricht der Malaysier auf Toro Rosso an und hält in Bezug auf Kovalainens Einzug in Q2 fest: "Heikki mag von den Problemen bei Mark Webber profitiert haben, aber inzwischen sind wir schnell genug, von solchen Dingen zu profitieren und eines der etablierten Teams auf die Plätze zu verweisen, auf denen wir uns während der zurückliegenden zweieinhalb Jahre aufhielten."

"Dank der hervorragenden Arbeit des gesamten Teams konnten wir am Sonntag trotz eines Nasenwechsels an beiden Autos unser bestes Saisonergebnis einfahren", lobt Fernandes und erinnert: "Wir sagten zu Saisonbeginn, dass es unser Ziel ist, in diesem Jahr unseren ersten WM-Punkt einzufahren und ins Mittelfeld vorzustoßen. Ich glaube behaupten zu können, dass wir unmittelbar vor Erreichung dieser Ziele stehen."

Im Hinblick auf Silverstone setzt auch der Teamchef seine Hoffnungen in den überarbeiteten CT01 und hofft, dass "Heikki und Witali die Qualifying-Leistung aus Valencia bestätigen und im Rennen von der ersten bis zur letzten Runde um ihre Positionen kämpfen können". Dass Caterham in Valencia mit Toro Rosso mithalten konnte, stimmt Fernandes besonders hoffungsvoll: "Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, dass wir inzwischen mit Autos mithalten können, die beim ersten Qualifying des Jahres noch 1,6 Sekunden schneller waren als unsere. Für unsere Partner, Sponsoren, Fans und das gesamte Team ist das eine tolle Sache."

Fotoquelle: xpbimages.com

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