Helmut Marko beharrt auf seiner Meinung zum Einsatz des Safety-Cars

Formel 1 2012

— 29.06.2012

Marko bleibt dabei: Safety-Car war unnötig

Helmut Marko bleibt bei seiner Meinung: Für den ihn war die Safety-Car-Phase in Valencia unnötig und die Ursache für den Ausfall von Sebastian Vettel



Ungeachtet des Widerspruchs mehrerer Experten und sogar seines eigenen Teamchefs beharrt Red-Bull-Motorsport-Konsulent Helmut Marko darauf, dass die Safety-Car-Phase in Valencia unnötig war. Der Österreicher erneuerte seine Kritik, die er und Sebastian Vettel schon unmittelbar nach dem Rennen in Spanien geäußert hatten. "Ich glaube, dass die Safety-Car-Phase sicher nicht notwendig war und wenn es notwendig war, dann war es sicher nicht notwendig, dass es fünf Runden gedauert hat. Weil das zu entfernen, das hätte man in ein oder zwei Runden auch schaffen können", wird Marko von 'motorline.cc' zitiert.

Das Safety-Car kam nach dem Unfall von Heikki Kovalainen und Jean-Eric Vergne zu Einsatz, damit die Strecke von Trümmerteilen gereinigt werden konnte. Marko und Vettel hatten der Rennleitung jedoch indirekt unterstellt, das Safety-Car nur auf die Strecke geschickt zu haben, um das Rennen, welches Vettel zu diesem Zeitpunkt deutlich anführte, wieder spannend zu gestalten. Marko sprach von "amerikanischen Verhältnissen" und spielte damit auf die US-Rennen an, wo man Gelbphasen auch gerne als Spannungselement nutzt. "Die Rennspur war frei - und nach einer halben Distanz ist sowieso alles andere schon verschmutzt", sagt Marko.

Dieser Einschätzung hatte unter anderem Gehrad Berger widersprochen. "Da lagen Metallstücke herum von den Felgen, und so klein sind die gar nicht. Es ist absolut richtig, da das Safety-Car auf die Strecke zu schicken. Wenn die einer aufsammelt, hat er einen Reifenplatzer - auf einem Stadtkurs ohne Auslaufzonen", sagte Berger bei 'ServusTV'. Dieser Meinung schloss sich sogar Red-Bull-Teamchef Christian Horner an: "Gerhard liegt richtig, was das Safety-Car betrifft. Die beiden Fahrer haben auch gesagt, wo Teile auf der Strecke liegen", sagte Horner ebenfalls bei 'ServusTV'.

Marko ist auch weiterhin der Ansicht, dass die Safety-Car-Phase die Ausfälle von Vettel und Romain Grosjean ausgelöst habe. "Beim Grosjean hundertprozentig - bei uns ist die Temperatur schon zwei Runden vorher etwas hinauf gegangen, das hätten wir aber, glaube ich, meistern können. Aber das Safety Car hat dann der Lichtmaschine den Rest gegeben." Bei beiden Fahrern war die Lichtmaschine der Renault-Motoren ausgefallen. "Mit der derzeitigen Lichtmaschine brauchen wir hohe Drehzahlen, damit sie am Leben bleibt. Und das ist hinter dem Safety Car schwer", erklärt Marko.

Markos These widerspricht jedoch der Motorenlieferant. Auf die Frage, ob die Defekte etwas mit der Safety-Car-Phase zu tun hätten, antwortet Motorenchef Rob White: "Nein. Es ist belegt, dass die Lichtmaschine in Sebastians Auto bereits vor der Safety-Car-Phase zur Überhitzung neigte, aber die niedrigere Geschwindigkeit hat die Lebensdauer etwas beeinträchtigt. Klar - als Sebastian wieder das Renntempo aufnahm, trat das Problem wieder auf. Das Ergebnis ist bekannt. Bei Romain trat das Problem sehr plötzlich, einige Runden nachdem das Safety-Car hereingeholt wurde, auf."

Fotoquelle: xpbimages.com

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