Lewis Hamilton möchte seine Pokale in Zukunft im Original behalten

Formel 1 2012

— 02.07.2012

Hamilton greift alte McLaren-Tradition an

Lewis Hamilton will seine Siegerpokale in Zukunft nicht mehr bei McLaren abgeben, sondern rüttelt in den Vertragsverhandlungen an Ron Dennis' altem Steckenpferd



Lewis Hamilton befindet sich mitten in Vertragsverhandlungen mit dem McLaren-Team, das ihn schon von klein auf gefördert, 2007 in die Formel 1 gebracht und 2008 zum Weltmeister gemacht hat. Vieles deutet darauf hin, dass er seinen Ende 2012 auslaufenden Vertrag noch einmal um mindestens zwei Jahre verlängern wird.

Bei Ferrari ist neben Fernando Alonso kein Platz für ihn, Red Bull zeigt angeblich kein Interesse und Mercedes wartet erst ab, was Michael Schumacher macht. Also weiterhin McLaren? "Ich habe mich noch nicht hingesetzt und alle Kriterien formuliert, die mir wichtig sind, aber 95 Prozent kann McLaren wahrscheinlich erfüllen", wird der Brite von der 'Daily Mail' zitiert. Es seien nur kleine Dinge, die ihn stören und die er ändern möchte.

"Zum Beispiel möchte ich meine Pokale behalten, wenn ich gewinne", fordert Hamilton. Ex-McLaren-Teamchef Ron Dennis ließ bekanntlich in jeden Fahrervertrag schreiben, dass die Originale direkt in den Trophäenraum des Teams in Woking wandern, während die Fahrer nur die Möglichkeit haben, für sich eine Kopie anfertigen zu lassen. Selbst Größen wie Alain Prost und Ayrton Senna kamen gegen dieses Steckenpferd nicht an.

"Ron wird die Trophäen nie aufgeben wollen. Aber dann muss er halt beim Geld nachgeben", grinst Hamilton, der momentan kolportierte 17 Millionen Euro pro Jahr verdient. Im 'Telegraph' bedauert der McLaren-Pilot, dass er nicht einmal den Pokal für seinen Heimsieg in Silverstone 2008 behalten durfte: "Das ist die schönste Trophäe, die ich je gesehen habe, aber Ron behält sie alle. Das finde ich nicht gut und das wird es in Zukunft sicher nicht mehr geben."

Hamilton räumt auch erstmals offen ein, dass er kein Problem damit hätte, sein "gemachtes Nest" bei McLaren nach 19 Jahren zu verlassen: "Professionelle Sportler wechseln ihre Teams", relativiert er. "Fußballer tun das und Rennfahrer auch. Jenson ist zum Beispiel schon für viele Teams gefahren. Es ist allerdings ein bisschen anders, wenn du bereits in einem der Topteams bist. Es wäre schon schwierig, das Team zu wechseln."

Der angesprochene Teamkollege Jenson Button, in der Formel 1 schon bei Williams, Benetton/Renault, BAR/Honda/Brawn und seit 2010 bei McLaren unter Vertrag, würde Hamilton einen Tapetenwechsel gönnen: "Es ist ungewöhnlich, dass ein Fahrer seine ganze Karriere in einem Team bleibt." Aber: "Lewis fährt für ein Team, das an ihn glaubt und alles unternehmen wird, um ihm ein schnelles Auto zu geben."

Fotoquelle: xpb.cc

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