Lewis Hamilton denkt über eine Änderung seiner Herangehensweise nach

Formel 1 2012

— 03.07.2012

Zu aggressiv? Hamilton will Herangehensweise ändern

Lewis Hamilton erklärt, dass er durch die Maldonado-Kollision eine Lektion gelernt hat, wehrt sich aber gegen den Vorwurf, 2012 zu aggressiv zu fahren



Immer wieder in seiner Karriere sah sich Lewis Hamilton mit der Kritik konfrontiert, zu aggressiv zu Werke zu gehen. Durch diese Herangehensweise gewann er teilweise Rennen, die andere Piloten nicht für sich entschieden hätten, doch immer wieder endeten seine Manöver auch in Ausfällen. So zum Beispiel am vergangenen Grand-Prix-Wochenende in Valencia, als sich der Brite so breit wie möglich machte, um den heranstürmenden Heißsporn Pastor Maldonado hinter sich zu lassen. Keiner gab also nach und beide mussten nach der Kollision ihre Podestträume begraben und blieben punktelos.

Nach dem Rennen verteidigte Hamilton sein Verhalten, das an sein großes Vorbild Ayrton Senna erinnert. "Man lässt niemanden vorbei - man muss im Rennen um jede Position kämpfen", sah er die Schuld nicht bei sich. Doch dieses Jahr macht sein einstiger Erzrivale Fernando Alonso vor, wie man es richtig macht: Der Spanier findet meist die richtige Mischung aus Sicherheit und Risiko und führt nun trotz eines zu Saisonbeginn schwachen Autos relativ klar in der WM-Wertung. Die Statistik belegt Alonsos Erfolgsstrategie: In Valencia holte der Ferrari-Pilot zum 20. Mal in Serie WM-Punkte.

Whitmarsh fordert mehr Sensibilität

Teamchef Martin Whitmarsh gibt zwar klar dem Williams-Piloten die Schuld für die Kollision in Valencia, merkt aber an, dass Hamilton sein Verhalten im Zweikampf mehr auf seine Duellpartner abstimmen könnte: "Im Nachhinein muss man sagen, dass man anders an die Sache herangehen muss, wenn man es mit so jemandem zu tun hat."

Hamilton bittet gegenüber dem 'Guardian' um Verständnis für sein Verhalten in Valencia. Dinge "im Nachhinein" zu bewerten, sei "großartig, aber wenn du dir den Arsch abgearbeitet hast um dorthin zu kommen, wo du bist, dann willst du um jede einzelne Position kämpfen, die möglich ist." Auf die Frage, ob er den Venezolaner für den Rest des Rennens hinter sich hätte halten können, antwortet er aber mit "Nein".

Hamilton zwischen Einsicht und Verteidigung

Der McLaren-Pilot deutet an, dass er in Zukunft mit solchen Situationen tatsächlich anders umgehen möchte: "Es bringt jetzt nichts, zu sagen, was gewesen wäre, wenn ..., denn es ist nicht passiert, und wir schauen nach vorne. Aber wenn man sich wieder einmal in so einer Situation wiederfindet, dann wird man auf jeden Fall anders an sie herangehen. Und das werde ich tun."

Im nächsten Atemzug verteidigt er sich gegen die Kritik, zu aggressiv zu fahren: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich dieses Jahr auch nur ein kleinwenig aggressiv war." Daher verdiene er dieses Etikett nicht. Eine Aussage, die durchaus nachvollziehbar ist: Denn im Vergleich zu 2011, als Hamilton regelmäßig in Zwischenfälle verwickelt war, waren die teils mittelmäßigen Ergebnisse stets auf Fehler des Teams zurückzuführen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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