Mit konstant starken Ergebnissen kommt Force India Williams und Sauber näher

Formel 1 2012

— 03.07.2012

Force India: Mit Bestmarke im Rücken zum Heimrennen

Noch nie waren Nico Hülkenberg und Force India so erfolgreich wie in Valencia - Den Aufwärtstrend will man beim Heimrennen in Silverstone fortsetzen



Rechtzeitig vor dem ersten Heimrennen der Saison kommt das Force-India-Team auf Touren. In Valencia überzeugte die Truppe, die ihre Fabrik gleich neben dem britischen Traditionskurs in Silverstone hat, mit einer tadellosen Leistung. Vor allem auf eine Runde war der VJM05 sehr schnell, auch wenn die Piloten dies im Qualifying nicht ganz ausnutzen konnte. Doch im Rennen schafften es Nico Hülkenberg und Paul di Resta auf die Plätze fünf und sieben. Durch die konstanten Ergebnisse fehlt Force India in der Konstrukteurs-WM nur noch ein Punkt auf das Williams-Team, das immerhin einen Grand-Prix-Sieg zu Buche stehen hat.

Bereits im Vorjahr kam das Team erst ab der Hälfte der Saison so richtig auf Touren - in Silverstone will man nun die gute Form aufrecht erhalten. "Wir fahren mit einem positiven Gefühl nach Silverstone", bestätigt di Resta, der in der Fahrer-WM auf Platz elf liegt. "Die Performance, die wir in Valencia gezeigt haben, gab dem Team viel Auftrieb. Wenn wir darauf in Silverstone aufbauen können, dann bin ich zuversichtlich, dass wir uns gut präsentieren können." Auch von den Updates verspricht er sich Vorteile: "Die Jungs in der Fabrik arbeiten sehr hart, um uns rechtzeitig mit Entwicklungen zu beliefern - hoffentlich finden wir noch mehr Performance."

Di Restas Saison-Highlight

Für di Resta handelt es sich auch um sein persönliches Heimrennen: "Es ist für mich das größte Rennen - vor allem, was die Unterstützung der britischen Fans angeht, die immer großartig ist. Man spürt sie, sobald man am Dienstag- oder Mittwoch-Nachmittag eintrifft, denn die Fans sind bereits da und kampieren. Die Atmosphäre ist elektrisierend, und ich erinnere mich daran, dass die Fahrerparade im Vorjahr eines der Highlights war. Die Reaktion der Menschen hat bei mir wirklich für Gänsehaut gesorgt - zudem war kein einziger Zuschauerplatz frei."

Dazu kommt, dass der Schotte ein Fan der Strecke in Silverstone ist: "Diese Strecke sorgt dafür, dass man die Möglichkeiten eines Formel-1-Autos so richtig genießen kann - vor allem den aerodynamischen Grip durch die schnellen Kurve und die Richtungsänderungen. Alle sprechen über Maggots und Becketts, und es gibt tatsächlich auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares. Ich mag auch die neue Passage, und jedes Jahr, wenn wir wiederkehren, wird es besser und besser. Das neue Layout hat definitiv für ein paar neue Überholmöglichkeiten gesorgt, vor allem durch die Einführung von DRS. Das war also der richtige Weg."

Hülkenberg: Knoten geplatzt?

Teamkollege Hülkenberg, der mit Platz fünf in Valencia sein bisher bestes Formel-1-Ergebnis feierte, befindet sich auf einem Hoch: "Ich bin mit diesem Ergebnis sehr glücklich, zumal das Rennen sehr hart war. Ab der siebten Runde hatte ich kein KERS mehr, und daher war es hart, zu überholen oder zu verteidigen. Ich pushte also einfach so hart ich konnte, und wir haben ein großartiges Ergebnis erreicht. Wir waren das ganze Wochenende hinweg stark, und wir haben uns Rennen für Rennen verbessert. Jetzt freue ich mich darauf, in Silverstone wieder ins Auto zu steigen."

Der Deutsche wurde diesen Winter vom Ersatz- zum Einsatzfahrer befördert und hatte bereits vor der Saison angekündigt, dass er etwas Eingewöhnungszeit benötigen würde, um mit dem Rennalltag wieder voll vertraut zu sein. Ist der Durchbruch für ihn und sein Team nun gelungen? "Ich denke, das war das Resultat, das wir gebraucht haben, um an Williams und Sauber in der Weltmeisterschaft dran zu bleiben", denkt er zunächst an seinen Rennstall.

"Wir dachten eigentlich, dass etwas Ähnliches in Kanada möglich gewesen wäre, aber dort ging die Rechnung nicht auf", erklärt er. "Daher war es gut, in Valencia ein paar solide Punkte einzusacken und unser wahres Potenzial zu zeigen. Es ist wahr, dass einige Autos ausgefallen sind, dennoch muss man es hinkriegen - und das ist es, was wir getan haben."

Der 24-Jährige hat gute Erinnerungen an den Kurs in Silverstone, wo der kommende Grand Prix stattfindet - "und zwar sowohl aus der GP2 als auch aus der Formel 1. Es handelt sich um eines dieser klassischen Rennen, das ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert, wenn man an einige Kurven denkt. Ich bezeichne den Kurs gerne als altmodische Rennstrecke, denn er ist schmal, und man muss durch die schellen Passagen wirklich voller Hingabe und Mut hindurch fahren. Die Strecke ist superschnell und macht wirklich Freude, wenn einem die perfekte Runde gelingt."

Mallya will Aufwärtstrend fortsetzen

Auch Teamchef Vijay Mallya sieht den Grand Prix von Großbritannien als Heimrennen: "Wir versuchen in Silverstone stets unser Bestes, denn die Fabrik ist sehr nahe und es handelt sich um das zweite Heimrennen. Zudem handelt es sich um eines der Rennen mit der größten Atmosphäre im Kalender - und zwar dank der britischen Fans, die stets unglaubliche Unterstützung zeigen. Für unser Team ist Silverstone also definitiv ein Saisonhighlight."

Nach dem Rennen in Valencia ist er stolz auf seine Truppe: "Das war unsere stärkste Performance in diesem Jahr. Noch nie haben wir an einem Wochenende 16 Punkte geholt. Die Punkte, die wir geholt haben, erweisen sich als sehr wertvoll, da sie uns bis auf einen Punkt an Williams heranbringen - auf Sauber fehlen uns 16 Punkte. Wir holen also recht schnell auf unsere direkten Rivalen auf. Jetzt müssen wir das Tempo aufrechterhalten."

Viel Lob gibt es auch für die Piloten: "Beide Fahrer haben sich in Valencia brillant geschlagen. Paul war der einzige Fahrer mit einer Einstopp-Strategie, was eine enorme Leistung war, während Nicos fünfter Platz seine bisher beste Formel-1-Platzierung war. Ich glaube, dass Nico dadurch sehr viel Auftrieb gewinnen wird. Das ist das Resultat, das er nach einigen unglücklichen Rennen in diesem Jahr verdient hat."

Mallya erhofft sich von Silverstone eine Fortführung des Aufwärtstrends: "Wir haben einige Entwicklungen für das Auto dabei, und wir werden definitiv alles gebven, um ein weiteres starkes Ergebnis einzufahren. Ich denke, dass unsere Performance in Valencia gezeigt hat, dass wir nach der bitteren Erfahrung in Kanada unsere Lektionen gelernt haben, was das Verständnis der Reifen und eine aggressive Strategie anbelangt. Dieses Wochenende ist es das Ziel, die Performance zu wiederholen, Punkte zu holen und den Vormarsch in der WM-Tabelle fortzusetzen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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