Noch führen Christian Horner (links) und Mark Webber keine Vertragsgespräche

Formel 1 2012

— 06.07.2012

Red Bull will schnelle Einigung mit Webber

Der Australier ist ein gefragter Mann: Während Christian Horner buhlt, pokert er lieber als seinen Vertrag schnell zu verlängern - und kann es sich leisten



In Montreal stieß Motorsport-Berater Helmut Marko die Tür für eine Vertragsverlängerung von Mark Webber sperrangelweit auf, einen Monat später will das Team offenbar Nägel mit Köpfen machen. "Mark fährt in diesem Jahr sehr gut, er zeigt deutlich seinen Enthusiasmus für die Formel 1, er ist in toller Form und bringt im Auto Leistung", meint Christian Horner über seinen Piloten und folgert: "Wir werden uns in den kommenden Wochen zusammensetzen und über die Zukunft sprechen."

Horner drückt auf die Tube: "Wir erreichen diese Zeit des Jahres", bemerkt er. Das Tempo, das der Teamchef vorlegt, scheint Webber selbst hingegen nicht anschlagen zu wollen und demonstriert in Vertragsfragen aufreizende Gelassenheit. "Für das kommende Jahr ist die Chance groß, dass ich wieder in der Formel 1 fahren werde", meint der 35-Jährige, ohne sich auf irgendeine Option festlegen zu wollen. "Wir werden im November sehen, was kommt", erklärt Webber.

In den vergangenen Wochen war immer wieder über einen möglichen Wechsel zu Ferrari spekuliert worden, wo Webber Gerüchten zufolge als Nachfolger von Felipe Massa hoch im Kurs stehen soll. Wägt er also Optionen ab oder versucht der Australier nur, seinen Preis in die Höhe zu treiben? Oder spekuliert Webber vielleicht sogar auf den Abgang Lewis Hamiltons bei McLaren und einen Job in Woking?

In der Vergangenheit verlängerte Webber bei Red Bull stets im Sommer und immer nur für eine Saison. Seine Aussagen gegenüber der 'BBC' legen nahe, dass ein weiteres Mal Tinte fließen könnte. Über eine mögliche Bevorzugung Vettels, die immer wieder Thema war, sagt er: "Das Team als Ganzes hat gelernt und in diesem Jahr gab es gutes Racing zwischen uns." Webber räumt Gespräche mit anderen Teams ein und orakelt: "Sogar bei Red Bull ist nichts vorherbestimmt."

Als Argument für einen Ferrari-Wechsel war immer wieder das gute Verhältnis zu Fernando Alonso angeführt worden, der Webbers Teamkollege werden würde. "Wir kennen uns seit über zehn Jahren und sind gemeinsam erwachsen geworden. Aber es ist etwas anderes, sich als Stellgefährten kennenzulernen", so der Australier. "In 30 Jahren bin ich noch mit keinem Teamkollegen zu dicken Freunden geworden. Wir sind eben alle ein bisschen preziös."

Fotoquelle: Red Bull

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