Was macht ein Brite bei Regen? Er geht spazieren - so wie Lewis Hamilton

Formel 1 2012

— 06.07.2012

Hamilton: "Ich hatte meinen Spaß"

Der McLaren-Pilot nutzte die lange Wartezeit, um einen Blick auf das Material der Konkurrenz zu werfen - "Bin unter diesen Bedingungen aufgewachsen"



Sich in der Box die Beine in den Bauch stehen, während vor ihm eine Rennstrecke mit begeisterten Fans und in der eigenen Garage ein Formel-1-Bolide warten? Das ist selbst bei strömendem Regen so gar nicht die Sache von Lewis Hamilton. Der Brite zeigte sich für die vielen Fans, die nur wenig Fahrbetrieb zu sehen bekamen, enttäuscht. Im Interview erklärt Hamilton, wieso er trotz Aquaplaning das Limit suchte.

Frage: "Lewis, wie war es auf der Strecke?"
Lewis Hamilton: "Ich hatte da draußen meinen Spaß, auch wenn es nur wenige Runden waren. Es tut mir so leid für das Publikum. Es sind so viele großartige Fans da. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viele an einem Freitag an der Strecke gesehen habe. Und dann haben wir nicht genügend Reifen, um sie zu unterhalten. Hoffentlich können sie sich aufwärmen und warmhalten. Sie müssen durchhalten, weil es wahrscheinlich das Wochenende über so weitergeht."

Hamilton begutachtete die Konkurrenz

"Wir sind heute sicher weniger gefahren, als wir es morgen tun werden. Es ist der wichtigere Tag für uns. Ich bin mir aber sicher, dass das Wetter ähnlich wird. Ich wäre gerne mehr gefahren und hätte etwas Feintuning am Setup betrieben, aber dafür hatten wir einfach nicht genug Reifen."

Frage: "Bist du wegen der Fans durch die Boxengasse gelaufen?"
Hamilton: "Nein, mir war langweilig und ich musste mir die Beine vertreten. Ich habe einen Blick auf die Boxen geworfen und geschaut, was an den übrigen Autos anders ist im Vergleich zu meinem. Es ist immer gut, das mit eigenen Augen zu sehen. So konnte ich den Fans aber zumindest einmal zuwinken."

Frage: "Du magst doch Regen, oder?"
Hamilton: "Regentage machen mir nichts aus. Ich bin unter diesen Bedingungen im Motorsport aufgewachsen und fühle mich zu Hause. Es macht die Sache spannender und man umklammert das Lenkrad fester als normalerweise - einfach um sicherzugehen, dass man die volle Kontrolle über das Fahrzeug behält. Bei dem ganzen Aquaplaning muss man mehr als sonst Herr seiner Sinne sein."

"Ich mache immer Druck"

Frage: "War es heute sicher genug?"
Hamilton: "Ja, das war es. Hier gibt es viel Aquaplaning und viel stehendes Wasser - es hat ja schließlich auch die ganze Zeit geregnet, da war das zu erwarten. Aber an bestimmten Stellen stand schon sehr viel Wasser."

Frage: "War es schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bringen?"
Hamilton: "Das ist es immer, unter diesen Bedingungen ganz besonders."

Frage: "Ist der Regen auch eine Chance für dich und kannst du unter diesen Bedingungen richtig Druck machen?"
Hamilton: "Der Fahrer macht im Regen vielleicht mehr den Unterschied aus als sonst. So gesehen ist es eine Chance. Ich mache immer Druck, wenn ich im Auto sitze. Ich taste mich nan das Limit heran. Es geht aber morgen darum, heil durch das Qualifying zu kommen. Am wichtigsten ist das Rennen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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