Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko beobachtet die Konkurrenz genau

Formel 1 2012

— 10.07.2012

Marko: "Zusammen mit Alonso die einzigen Konstanten"

Helmut Marko lobt die Konstanz bei Red Bull und Ferrari und erwartet einen Vierkampf um den WM-Titel in diesem Jahr - Vettel/Webber gleichberechtigt



Fr Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko kommen derzeit "die ersten Vier fr die WM in Frage". Die Mark Webber und Sebastian Vettel, die beiden Piloten des amtierenden Weltmeisterteams aus Milton Keynes, rangieren mit 13 beziehungsweise 29 Zhlern Rckstand auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso auf den Rngen zwei und drei der Gesamtwertung. "Alles in allem sind wir glaube ich zusammen mit Alonso die einzigen, die konstant an der Spitze mitfahren knnen und auch das Tempo halten", so Marko gegenber 'ServusTV'.

McLaren-Pilot Lewis Hamilton liegt derzeit mit 37 Punkten Rckstand auf WM-Spitzenreiter Alonso auf Rang vier. Auch den Briten hat Marko in dem von ihm erwarteten Vierkampf um den Titel 2012 auf der Rechnung. "Ich glaube, man darf Hamilton nicht auer Acht lassen", sagt der sterreicher und hlt fest: "McLaren hat momentan Probleme."

Beim Umgang mit den diffizilen Pirelli-Reifen hat der McLaren-Mercedes MP4-27 nach Ansicht Markos derzeit einen Nachteil gegenber Red Bull und Ferrari: "In der Relation bauen die Reifen bei ihnen deutlich schneller ab, aber McLaren ist ein Topteam und Hamilton ein Topfahrer. Der Punkteabstand ist so gering. Zwei, drei gute Resultate und er ist wieder dabei", ist der Red-Bull-Motorsportberater im Hinblick auf den Weltmeister von 2008 berzeugt.

Was die Situation bei Red Bull betrifft, so strt sich Marko im Gegensatz zu einigen Beobachtern aus Deutschland berhaupt nicht am Umstand, dass Webber Vettel derzeit voraus ist. "Bei uns ist die Politik so, dass beide Fahrer gleichberechtigt sind und beide das absolut gleiche Material bekommen", stellt der 69-Jhrige klar und bezeichnet den berhmten Funkspruch Webbers ("Not bad for a number two driver") nach seinem Silverstone-Sieg im Jahr 2010 als "Kette von Missverstndnissen" aufgrund von "marginalen Unterschieden beim Frontflgel". Inzwischen sei dies alles ausgerumt und "wer im Rennen in der besseren Position ist, kriegt von der theoretischen Strategie her diese auch zugespielt".

Soll heien: Sollte Webber, der seinen Red-Bull-Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum Ende der Saison 2013 verlngert hat, auch in Zukunft vor Vettel liegen, wrde er vom Team mit der besseren Strategie bedacht. Man gespannt sein, inwieweit sich diese Ankndigung Markos in den kommenden Wochen und Monaten als zutreffend erweisen wird.

Fotoquelle: xpb.cc

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