Ähnliche Atmosphäre wie in Singapur: Die Vision vom London-Grand-Prix

Formel 1 2012

— 12.07.2012

Ecclestone: London-Grand-Prix ist "kein Witz"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone treibt die Pläne für einen Grand Prix in den Straßen von London weiter voran: "Das ist zu hundert Prozent kein Scherz"



Im vergangenen Monat überraschte Bernie Ecclestone die Szene mit seinen Plänen für ein Rennen in den Straßen der britischen Hauptstadt London. Ein solcher Grand Prix könne bereits 2013 stattfinden, hieß es. Die pompöse Ankündigung erfolgte ausgerechnet direkt nach der Verurteilung von Ex-BayernLB-Manager Gribkowsky, in dessen Nachspiel es auch Ecclestone an den Kragen gehen könnte. War die große London-Offensive nur ein Ablenkungsmanöver, oder steht dahinter ein ernst gemeinter Plan?

Ecclestone stellt nun klar, dass er die Pläne für sein "Traumrennen" in London weiter vorantreibt. Das Konzept, das von Formel-1-Sponsor Santander vor dem Grand Prix in Silverstone großartig in Szene gesetzt wurde, werde mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt, so der Formel-1-Boss. "Wir treiben es weiter voran. Es ist kein Witz. Es ist zu hundert Prozent kein Scherz", wehrt sich Ecclestone gegen Mutmaßungen, die London-Pläne sollten von seinen Machenschaften im Zuge des Verkaufs der Formel-1-Rechte ablenken.

Gribkowskys Anwälte haben das Urteil gegen ihren Mandanten nicht akzeptiert. Man geht in Revision. Dieser Prozess dürfte sich bis zu einem Jahr hinziehen. Somit verschaffte man indirekt auch Ecclestone wieder etwas Zeit zum Durchatmen. Am Tage der Vorstellung des Konzeptes für ein neues Stadtrennen hatte der Brite angekündigt, dass er auf eine Antrittsprämie in London verzichten würde und notfalls die Finanzierung aus eigener Tasche realisieren könne.

In der vergangenen Woche gab der 81-Jährige zu verstehen, dass die Pläne für den London-Grand-Prix zunächst wenig ernsthaft gewesen seien. Anfangs habe sei es nur um eine aufwändige Promotion der Bank Santander gegangen, aber daraus sei mehr geworden. So viel sogar, dass Ecclestone das Geld verdienen als zweitrangig ansieht. "Sie hatten mir diese Idee vor zwei oder drei Monaten vorgestellt", berichtet der Formel-1-Macher.

"Sieht sagten damals nur: 'Sieht gut aus, aufregend. Das wird bestimmt eine tolle Promotion für den britischen Grand Prix und für Santander.' Ich meinte dann: 'Da habt ihr verdammt nochmal recht.' Urplötzlich war ich derjenige, der als treibende Kraft hinter dem Projekt gesehen wurde. Anfangs war mir nicht klar, warum das so ist. Aber ich habe die Lorbeeren gern genommen. Ich habe dann gesagt, dass mir ein solches Rennen 35 Millionen Pfund (umgerechnet 44 Millionen Euro; Anm. d. Red) wert wäre."

Bislang gibt es bezüglich des Vorhabens in London noch einige Fragezeichen. Ecclestone weigert sich, in die Details zu gehen. Es ist unklar, ob der Formel-1-Boss die Streckenvariante im Auge hat, die Santander kürzlich in einem aufwändigen Video präsentierte, oder ob er eine Variante im Olympiapark im Sinn hat. "Wir werden sehen, ob wir es realisieren können", sagt Ecclestone, der seinen "Traum-Grand-Prix" bei seinem Abschied aus der Formel 1 gern als Erbe hinterlassen möchte.

Fotoquelle: Santander

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