Bald erhält der Circuit of the Americas in Austin seine erste Lage Asphalt

Formel 1 2012

— 12.07.2012

Austin rüstet sich für alle Eventualitäten

Die Texaner lernen aus dem Silverstone-Debakel und wollen das Verkehrsaufkommen mit dem Einsatz von Shuttle-Bussen in den Griff bekommen



Eigentlich wollten sich die Verantwortlichen des Circuit of the Americas in Silverstone begutachten, wie ein Formel-1-Grand-Prix ausgerichtet wird. Sie bekamen zu sehen, wie man es besser nicht macht. Ein Debakel um Parkplätze und Dauerregen befürchtet Streckenchef Steve Sexton bei der Rennpremiere in Austin nicht: "Das Wetter im November ist fantastisch", sagt er der 'Press Association' und nimmt seine britischen Kollegen in Schutz. "Es gab außergewöhnlich viel Regen und es ist schwierig, mit dem Doppelten an Niederschlag zu planen", so Sexton, der Northamptonshire gemeinsam mit seinen Kollegen Tom Schneider und Julie Loignon besuchte.

Aus den Pannen im "Home of British Motor Racing" hat der US-Amerikaner gelernt. Die Devise lautet, optimal auf Krisen zu reagieren und möglichst viele Alternativen in der Hinterhand zu haben. "Es zeigt, dass bei großen Events viele unvorhergesehene Dinge passieren können. Idealerweise hast du Plan A, B, C, D, E, F, G und H." Doch auch das ist keine Versicherung, weiß Sexton: "Es gibt immer neue Variablen in der Gleichung, die dich als Veranstalter betreffen und gefährden."

Austin setzt auf Shuttle-Busse

Ein Unbekannte ist ausgeschaltet: Das American-Football-Team der benachbarten Universität wird am Rennwochenende kein Heimspiel austragen. Jedoch geben gerade diese Partien, die über 100.000 Menschen anlocken, dem Streckenchef die Sicherheit, den Formel-1-Event stemmen können. "Parken sollte kein Problem sein. Wir haben rund 20.000 Plätze auf gepflastertem Untergrund und auf Gras", erklärt Sexton, der verstärkt auf Shuttle-Busse setzen will.

Sexton will Entscheidungen auf den letzten Drücker so gut es geht vermeiden und viel vorausplanen: "Wir machen mehr Fortschritte als gedacht und sind voll im Zeitplan", freut sich der Verantwortliche aus Austin. Charlie Whiting, Renndirektor, Sicherheitsbeauftragter und Technischer Delegierter der FIA, habe ihm und seinem Team beim Besuch in Austin bescheinigt, einen "fantastischen Job" zu machen und sei "sehr zufrieden gewesen", freut sich Sexton.

Details machen den Unterschied

Die Baumaßnahmen dauern derweil an. Eine Dränage ist schon installiert, in den kommenden Wochen wird die erste Lage Asphalt auf dem gesamten Kurs aufgetragen, es kommen viele temporäre Sitzplätze hinzu. "Die Zäune, Fangzäune und Geländer sind alle in Arbeit. Ein Teil des TecPro-Systems ist schon vor Ort", beschreibt Sexton die Arbeit an den Sicherheitsvorkehrungen. Wie Korea und Indien erst wenige Tage vor dem Grand Prix fertig werden will man in Austin auf keinen Fall.

Ob die Vorbereitungen wirklich von Erfolg gekrönt waren, will Sexton aber erst bewerten, wenn auch der letzte Grashalm gestutzt ist. "Ich denke, die Details, an denen wir ganz zum Schluss arbeiten werden, machen den Unterschied." Einen wichtigen Schritt hin zum erfolgreichen Grand-Prix-Veranstalter hat Austin schon gemacht: "Bernie (Ecclestone, Anm. d. Red.) sieht im Moment glücklich aus", meint Sexton mit Verweis auf den erfolgreichen Ticket-Vorverkauf.

Sexton ist sich darüber im Klaren, dass hohe Erwartungen an ihn gestellt werden. "Ein Weltklasse-Event auf internationaler Bühne braucht einen hohen Standard, um beachtet und respektiert zu werden. Nur so kann es zu einer Marke werden werden." Auch für die Ansprüche von Zampano Ecclestone hat er Verständnis - und will ihnen gerecht werden. "Wenn er seine Show in die Stadt bringt, wollen wir sicherstellen, dass es eine großartige wird", so Sexton abschließend gegenüber der 'Press Association'.

Fotoquelle: CoTA

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