Eine Schlüsselfigur im möglichen Wechselspiel: Lewis Hamilton

Formel 1 2012

— 12.07.2012

Spekulationen am Fahrermarkt: Wer macht den ersten Schritt?

Obwohl die meisten Plätze in den Topteams auch 2013 fest vergeben sind, kommen immer mehr Spekulationen auf - Im Zentrum: Schumacher und Hamilton



Das Fahrerkarussell in der Formel 1 steht still. Doch vor allem die britischen Medien wittern spektakuläre Verschiebungen zum kommenden Jahr. Im Zentrum von Spekulationen steht McLaren-Star Lewis Hamilton, der seinen auslaufenden Vertrag bei den britischen Silberpfeilen noch nicht verlängert hat. Aus Woking sind unterschiedliche Signale zu empfangen. Die Teamführung gibt sich gelassen, der Pilot wirkt unentschlossen.

Nachdem Red Bull den Vertrag mit Mark Webber um ein weiteres Jahr verlängert hat, ist beim aktuellen Weltmeisterteam kein Platz frei. Bei Ferrari ist Fernando Alonso gesetzt, die Chancen auf ein weiteren Jahr von Felipe Massa bei den Roten sind zuletzt wieder gestiegen. Der berühmte "Pferdeflüsterer" aus Maranello machte sich am Mittwoch lustig über die Spekulationen über etwaige Massa-Nachfolger. Womöglich hat der Brasilianer schon unterschrieben.

Die britischen Medien gehen davon aus, dass Hamilton Mclaren nach fünf Jahren verlassen wird. Da die Türen bei Ferrari (die Kombintion von Alonso/Hamilton wäre ohnehin fragwürdig) und bei Red Bull verschlossen sind, bleiben nach Ansicht von Beobachtern nur zwei andere Optionen für den Champion von 2008: Lotus und Mercedes. Beide Varianten gelten jedoch als unwahrscheinlich. Vermutlich wird Hamilton kaum etwas anderes übrig bleiben als in Woking zu unterschreiben.

Bei Mercedes wartet man gespannt auf eine Entscheidung von Michael Schumacher. Im 'Sportbild'-Interview deutete der Rekordchampion an, dass er sich ein weiteres Formel-1-Jahr vorstellen könne, aber konkrete Aussagen gibt es noch nicht. Der Kerpener will sich nicht unter Druck setzen lassen, er plant eine Zukunftsentscheidung für Oktober. Das stellt sich die Frage: Seit wann gehört Oktober zu den Sommermonaten?

Mercedes hatte angekündigt, in der Sommerpause zwischen Ende Juli und Anfang September entsprechende Verhandlungen zu führen. Schumacher ist selbstverständlich der erste Ansprechpartner. Bezüglich des Fahrplans hat 'Motorsport-Total.com' erfahren, dass man eine Entscheidung zwar in der Sommerpause treffen möchte, diese dann aber möglicherweise erst im Oktober verkünden wird. Zeitdruck verspürt man nicht.

"Wir warten auf Michaels Entscheidung. Wir warten solange es eben dauert. Und erst dann würden wir uns anderweitig vielleicht umschauen", wird Mercedes-Teamchef Ross Brawn von 'Autosport' zitiert. "Wir haben ihm keine Deadline gesetzt und gesagt, er müsste sich bis dorthin entscheiden. Es muss die richtige Entscheidung sein. Das ist am wichtigsten." Es gibt auch im Falle eines Ausstiegs von Schumacher durchaus Alternativen. Eine davon heißt nach Ansicht von britischen Beobachtern Hamilton.

Mindestens ebenso wahrscheinlich wäre allerdings ein Wechsel von Paul di Resta ins Lager des deutschen Werksteams. Der Schotte würde seit der Jugend von Mercedes gefördert, er steht nicht erst seit seinem DTM-Meistertitel 2010 bei Motorsportchef Norbert Haug hoch im Kurs. Interessant: Di Resta wechselte erst kürzlich das Management, was viele Branchenkenner als Signal für einen bevorstehenden Wechsel interpretieren.

Force-India-Teamchef Vijay Mallya deutet einen Wechsel indirekt an. Auf die Frage, ob sein Testpilot Jules Bianchi eine Chance auf ein Renncockpit 2013 habe, antwortete der Inder in der französischen 'Auto Hebdo' mit den Worten: "Lasst es mich so sagen: Bisher haben alle unsere Testpiloten glücklicherweise ein Renncockpit bekommen. Warum sollte das dieses Mal anders sein?" Dies würde bedeuten, dass einer der beiden Force-India-Plätze zum Jahr 2013 frei würde. Entweder jener von di Resta oder der seines deutschen Teamkollegen Nico Hülkenberg...

Fotoquelle: McLaren

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