Mark Webber und Sebastian Vettel haben schon manchen Kampf ausgefochten

Formel 1 2012

— 12.07.2012

Webber und Vettel: Mehr Partner, nicht weniger Rivalen

Das Verhältnis zwischen den Teamkollegen hat sich dank intensiver Zusammenarbeit im Laufe der Jahre gebessert - Horner spricht von "gegenseitigem Respekt"



Die europäische Durchschnittsehe dauert vier Jahre - gemessen daran ist die Zweckgemeinschaft des Sebastian Vettel und des Mark Webber bei Red Bull auf dem besten Weg, sich über das Mittelmaß hinaus zu entwickeln: Nachdem der Silverstone-Sieger kürzlich seinen Vertrag mit dem Team um eine weitere Saison verlängerte, steuert die deutsch-australische Partnerschaft auf ihr fünfjähriges Bestehen zu - so denn Vettel bei Red Bull bleibt. Die Rivalität der Vergangenheit ist konstruktiver Zusammenarbeit gewichen.

Offenbar hat die intensive Kooperation an der Strecke und bei der Entwicklungsarbeit bewirkt, dass die beiden sich besser verstehen als noch zu der Zeit, als Webber nach nach einem Grand-Prix-Sieg in Silverstone in den Funk maulte: "Nicht schlecht für einen Nummer-zwei-Fahrer." Oder als sich die Teamkollegen in Istanbul von der Strecke beförderten. Heute meint der 35-Jährige gegenüber 'Associated Press': "Schlussendlich wissen wir, dass wir die Autos nach Hause bringen und die besten Resultate für das Team einfahren müssen."

Fruchtbare Zusammenarbeit

Die Wandlung hat auch der Teamchef beobachtet: "Ich denke, sie haben gegenseitigen Respekt füreinander", sagt Christian Horner der Nachrichtenagentur. "Sebastian weiß, dass er mit Mark einen natürlichen Konkurrenten hat. Und Mark weiß, dass Sebastian in den vergangenen Jahren das Maß der Dinge war", so der Brite weiter. Es sei eine gesunde Situation für das Team, dass jetzt mehr Erfahrung habe, findet Horner.

Webber gibt zu bedenken, dass bei Red Bull weiter das Potenzial für Spannungen gegeben ist: "Es ist nicht einfach für uns beide, an der Spitze zu stehen und ich verstehe, dass wir gelegentlich über uns selbst nachdenken müssen." Dennoch stellt er heraus, dass oft verkannt würde, wie viel er und Vettel gemeinsam arbeiten würden. Und das äußerst erfolgreich, wie zwei Titel in der Konstrukteurs-WM unter Beweis stellen. "Es trägt Früchte", so Webber.

Trotzdem weiter Konkurrenten

Dennoch seien er und Vettel noch immer Konkurrenten, wenn sie auf die Strecke gehen würden. Und diese gesunde Rivalität würde Webber, der sich spätestens seit dem Sieg in Silverstone ernsthafte Hoffnungen auf den Fahrertitel machen darf, gerne erneuern. "Die vergangene Saison hielt nicht viel Racing zwischen Sebastian und mir bereit, aber 2009, 2010 und in diesem Jahr gab es großartige Duelle." Auch Vettel weiß, was er an der Partnerschaft mit Webber hat. "Den Vorteil, dass er im gleichen Team ist. So kann ich sehen, was er treibt", meint der Deutsche.

Abseits von der ertragreichen Partnerschaft mit Vettel ist Webber aber auch aus einem ganz anderen Grund froh, einen Vertrag unterschrieben zu haben: "Ich habe die verschiedenen Spekulationen lange Zeit mitangehört. Du willst dich in dieser Situation auf das Fahren des Autos und die Jungs, mit denen du zusammenarbeitest, konzentrieren", erklärt der Australier. "Es ist wichtig für das Team zu wissen, dass du zu 100 Prozent bei ihnen bist - was bei mir selbstverständlich der Fall ist."

Fotoquelle: xpbimages.com

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