Kobayashi verpasste in Silverstone mit Rang elf knapp die Punkteränge

Formel 1 2012

— 13.07.2012

Sauber möchte erste Saisonhälfte positiv abschließen

Die diesjährige Saison war für Sauber ein ständiges Auf und Ab - Weiterentwicklungen sollen in Hockenheim nun zu mehr Konstanz führen



Das Sauber-Team möchte beim kommenden Rennen in Hockenheim mit einer positiven Leistung auftrumpfen. Zuletzt lief es beim Schweizer Rennstall alles andere als positiv. Nachdem man in Kanada mit Sergio Perez zum zweiten Mal in diesem Jahr aufs Podium gefahren war, holte man in Valencia nur zwei Punkte und ging in Silverstone leer aus.

Dies war allerdings kein Novum wie Teamchefin Monisha Kaltenborn vor dem Deutschland Grand Prix feststellt: "Wir haben in dieser Saison mehrfach Punkte liegenlassen", so die Schweizerin. "Die Gründe dafür waren mannigfaltig." Man wolle trotz alle dem nach vorne blicken, denn: "Diesen Punkten nachzutrauern, bringt gar nichts, wir schauen nach vorn."

In diesem Jahr fällt bislang vor allem auf, dass Sauber auf allen Arten von Strecken schnell ist, wenngleich man diesen positiven Umstand nicht immer in etwas Zählbares ummünzen konnte. "Und wir haben zwei starke Piloten: Sergio hat in diesem Jahr schon zwei Podestplätze herausgefahren, Kamui (Kobayashi, Anm. d. Red.) hat als Vierter im Qualifying und Fünfter im Rennen geglänzt. Beide sind schon eine schnellste Rennrunde gefahren. Wir haben also alles, was es braucht, um in Hockenheim die erste Saisonhalbzeit positiv abzuschließen, und das ist unser Ziel."

Kobayashi: Fragezeichen hinter Weiterentwicklungen

Kamui Kobayashi kennt den Hockenheimring aus vielen verschiedenen Rennklassen, wird nächste Woche aber ebenso wie Teamkollege Perez zum ersten Mal in der Formel 1 dort fahren. "Ich mag die Strecke in Hockenheim und bin auch schon viele Rennen dort gefahren - Formel Renault, Formel 3, GP2 und Formel 1", so der Japaner. "Es war dort im Sommer meist recht heiß. Wir sind noch nicht ganz sicher, wie die Weiterentwicklungen funktionieren, die wir für den C31 in Silverstone an den Start gebracht haben, weil wir nicht genug Trainingszeit im Trockenen hatten. Da müssen wir in Hockenheim vielleicht noch etwas Feinarbeit leisten."

Aufgrund des "Multitalents" des C31-Boliden macht sich Kobayashi keine Sorgen, was die Strecke von Hockenheim angeht, was allerdings ein gutes Ergebnis nicht garantiere: "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Beste daraus zu machen", so der 25-Jährige.

Perez: "Müssen uns im Qualifying verbessern"

Sergio Perez hat in Hockenheim bereits gewonnen, allerdings in der GP2-Serie. Er habe den Kurs in "bester Erinnerung" und legt die Priorität fürs Wochenende vor allem auf den Samstag: "Für uns bleibt es weiterhin wichtig, im Qualifying besser zu werden", erklärt Perez. "Wir müssen uns erst einmal auf den Samstag konzentrieren. Unser Auto ist schnell, und wenn wir diesmal einfach alles richtig hinbekommen, haben wir alle Chancen auf ein gutes Ergebnis."

Seinen Lieblingsteil auf dem Hockenheimring hat der Mexikaner bereits ausgemacht: "Mir gefällt die Stadion-Passage ganz besonders gut. Sie ist fahrerisch anspruchsvoll, und die Atmosphäre dort ist klasse. Für mich ist es auch persönlich schön, wieder einmal nach Deutschland zu kommen. Ich habe dort in der frühen Phase meiner Laufbahn immerhin zwei Jahre verbracht. 2005 habe ich in Vilsbiburg in Bayern gewohnt und dann im zweiten Jahr in Berlin."

Chefingenieur Dall'Ara vergleicht Hockenheim mit Valencia

Chefingenieur Giampaolo Dall'Ara stellt im Hinblick auf den Deutschland Grand Prix vor allem die große Abwechslung des Hockenheimrings in den Vordergrund und vergleicht die Strecke mit dem Stadtkurs von Valencia, der ebenfalls lange Geraden beinhaltet. "Die Strecke hat von allem etwas, wenngleich die Hochgeschwindigkeitskurven nicht den gleichen Einfluss auf die Rundenzeiten haben wie in Silverstone. Insgesamt sind die Anforderungen ähnlich wie in Valencia."

Aufgrund der Tatsache, dass das letzte Formel-1-Rennen in Hockenheim im Jahre 2010 stattfand, werden in diesem Jahr zum ersten Mal das DRS-System und die Pirelli-Pneus auf dem badischen Kurs zum Einsatz kommen. Dall'Ara sieht aber noch andere Faktoren, die wichtig sind: "Gute Bremsstabilität und Traktion sind wichtig, aber auch eine gute Höchstgeschwindigkeit auf der langen Geraden, wo man auch überholen können sollte," so der Italiener.

"Der Asphalt ist recht glatt. Pirelli stellt die weiche und die mittlere Reifenmischung zur Verfügung, was auf den ersten Blick eher konservativ anmutet. Aber natürlich können die Temperaturen im Juli in Hockenheim hoch sein, und es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Reifen auswirken würde."

In Hockenheim setzt Sauber auf ein paar kleine Modifikationen im Heckbereich. "Zudem kennen wir auch die Wirkung des Entwicklungspakets, das wir in Silverstone am Start hatten, noch nicht genau", erläutert Dall'Ara. "Denn im Regen konnten wir nicht alle geplanten Messungen durchführen. Ich bin optimistisch, dass wir auch in Hockenheim sehr wettbewerbsfähig sein werden, nachdem unser Auto bisher auf sehr unterschiedlichen Strecken gut funktioniert hat.

Fotoquelle: Sauber

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.