Webber könnte in Hockenheim einen weiteren Schritt zum WM-Titel machen

Formel 1 2012

— 13.07.2012

Red Bull: Platzt Vettels Hockenheim-Knoten?

Die Bilanz des Weltmeisterteams im Badischen ist durchwachsen - Stimmung auf den Rängen und den Campingplätzen beeindruckt Vettel und Webber



Red Bull hat zurück in die Spur gefunden. Nach einem von Problemen geprägten Saisonstart war Sebastian Vettel in Valencia auf dem Weg zum Grand-Prix-Sieg, ehe ihn eine defekte Lichtmaschine stoppte. In Silverstone vollendete Mark Webber dann das Werk des Doppelweltmeisters und siegte zum zweiten Mal in dieser Saison. Beim Rennen auf dem Hockenheimring will Red Bull den Aufwärtstrend fortsetzen, auch wenn dem Team in Deutschland das Glück nicht immer hold war.

Vettels Bilanz im Badischen ist ungekrönt. Bei seiner Formel-1-Deutschland-Premiere im Jahr 2008 im Toro Rosso wurde er Achter - für einen Youngster ein großes Resultat. Das hätte er 2010 als amtierender Vizeweltmeister nach einer Pole-Position gerne mit einem Sieg gesteigert, ihm glückte aber nur nur Rang drei. Auch auf dem Nürburgring war Vettel ein Heimsieg noch nicht vergönnt. "Ich habe den Deutschland-Grand-Prix noch nicht gewonnen, aber das würde ich natürlich gerne", kündigt er an.

Fahrer loben Stimmung an der Strecke

Nicht zuletzt wegen der besonderen Kulisse, die es für den 25-Jährigen noch immer ist: "Hoffentlich kommen mindestens so viele Fans, die die deutschen Fahrer unterstützen, wie am vergangenen Wochenende in Silverstone. Hockenheim ist nur eine halbe Stunde entfernt von meinem Heimatort, viele Freunde und Verwandte werden vor Ort sein", freut sich der Heppenheimer. "Es ist immer etwas Besonderes, vor diesem Publikum zu fahren."

Vettel kennt die Begeisterung rund um die Strecke und schätzt auch die Bahn an sich. "Ich bin in verschiedenen Serien auf dem Kurs gefahren und es war immer großartig. Auf den Campingplätzen rundherum ist mächtig was los und es ist toll, dort die Fans zu treffen." Auch Webber ist angetan: "Wir waren wegen der Rotation zum letzten Mal im Jahr 2010 dort und es ist immer eine tolle Atmosphäre. Es gibt viele deutsche Fahrer im Feld und die Unterstützung für sie ist massiv."

Fehlt es dem Red Bull am nötigen Topspeed?

Genau wie bei Vettel fällt auch die Webber-Bilanz im Badischen ausbaufähig aus. Insgesamt sieben Mal startete er auf der Strecke in einen Grand Prix, zwei sechste Plätze blieben das höchste der Gefühle - einer bei der jüngsten Ausgabe 2010, ein weiterer datiert aus dem Jahr 2004, als Webber noch im Jaguar-Cockpit saß. Deutschland hingegen scheint für Webber ein gutes Pflaster zu sein. Auf dem Nürburgring landete der Australier bereits zwei Pole-Positions und einen Grand-Prix-Sieg.

Webbers Einschätzung des Hockenheimrings legt nicht nahe, dass der am Topspeed kränkelnde Red Bull dort keine Wunderwaffe ist. "Eine lange, lange Gerade mündet in eine Haarnadelkurve und das verlangt Höchstgeschwindigkeit. Außerdem ist es immer wichtig, den Schlusssektor gut zu erwischen, schließlich gibt es dort eng zusammenhängende Kurvenkombinationen", analysiert er. "Die Temperaturen werden interessant, sollte es zu einem heißen Rennen kommen. Ich freue mich darauf."

Vettel hebt Alonso und Hamilton hervor

Kann Vettel einen Schritt in Richtung Titelverteidigung gehen? "Im Moment ist es noch sehr wettbewerbsoffen. Es gibt eine ganze Reihe von Fahrern, die auf einem ähnlichen Niveau sind, wie die Ergebnisse zeigen", sagt Vettel gegenüber 'Formula1.com' und verweist darauf, dass im Gesamtklassement nach neun Rennen drei Piloten innerhalb von 29 Punkten liegen. "Ich denke, dass die Fahrer, die momentan herausstechen, Fernando und Lewis (Alonso und Hamilton, Anm. d. Red.) sind", so Vettel weiter.

Den Spanier bezeichnet er als "einen der komplettesten Fahrer", Hamilton als "sehr schnell aber unglücklich in Silverstone". "Und dann gibt es da noch viele andere. Michael (Schumacher, Anm. d. Red.) ist noch immer auf der Höhe, er hat nichts verlernt. Die Wahrheit ist, dass deine Leistung nur so gut ist wie du und dein Paket. Und das kann sich über Nacht ändern. Es gibt also definitiv mehr Namen zu nennen als einen." Den von Webber nimmt Vettel trotzdem nicht in den Mund.

Fotoquelle: xpbimages.com

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