Konkurrenten auf der Strecke, Freunde abseits der Strecke: Räikkönen und Vettel

Formel 1 2012

— 16.07.2012

Vettel schätzt Ehrlichkeit an Räikkönen: "Er ist authentisch"

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen verbindet eine für die Formel 1 ungewöhnlich enge Freundschaft - Vettel schätzt die Art des Finnen: "Er geht einfach seinen Weg"



Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen scheint eine für das Formel-1-Fahrerlager ungewöhnlich enge Freundschaft zu verbinden. Die beiden Konkurrenten geben sich auf der Strecke zwar nichts, halten bei entspannten Anlässen wie der Fahrerparade vor dem Grand Prix aber gerne mal ein Pläuschchen.

Die beiden kommen offenbar gut miteinander aus. Wobei sich ihre Charaktere eigentlich nicht wirklich ähneln. Vettel ist in der Regel in Interviews sehr gesprächig, macht gerne einmal lockere Witze und erzählt Anekdoten. Räikkönen ist deutlich reservierter, verirrt sich in Interviews nicht in langen Analysen, sondern kommt direkt zum Punkt.

Gerade das schätzt Vettel an seinem Kollegen: "Man kann ihn mögen oder nicht, aber er geht einfach seinen Weg", bewundert Vettel den Finnen. "Er tut die Dinge, die ihm wichtig erscheinen und versucht nicht, jedem zu gefallen. Zumindest vermittelt er nicht den Eindruck."

"Er ist sehr ehrlich und sagt dir, wenn er einen schlechten Tag hat", fährt der 25-Jährige Doppelweltmeister fort. "Er ist authentisch, nicht politisch. Wenn er dir etwas sagen möchte, sagt er es dir und druckst nicht herum. Er redet nicht um den heißen Brei herum, sondern bringt es direkt auf den Punkt."

Überspitzt formuliert könnte man Vettel den "Everbody's Darling" der Formel 1 nennen. Der Red-Bull-Pilot scheint bis auf wenige Ausnahmen nie schlecht drauf zu sein, strahlt in der Regel in seinen Interviews und hat stets einen lockeren Spruch auf Lager, auch wenn ihm in diesem Jahr sportlich etwas Gegenwind ins Gesicht bläst.

Dieser habe nur begrenzt Einfluss auf sein Handeln, ganz außer Acht lässt er ihn aber nicht: "Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass man so etwas ignorieren sollte", so der Heppenheimer. "Ich denke, man sollte in den Spiegel gucken können und zufrieden damit sein, was man sieht. Man sollte zudem ehrlich zu anderen und sich selbst sein."

In schwierigen Phasen sollte man laut Vettel nicht den Kopf hängen lassen und auch zu Fehlern stehen. "Wie einfach wäre es doch, zu sagen, dass das abgeflogene Rad die Ursache für einen Ausfall war?", fragt sich Vettel.

"Man macht nun einmal Fehler, man muss mit ihnen leben und sie auch mal eingestehen. Wie vor zwei Jahren in Spa, als ich Jenson (Button, Anm. d. Red.) überholen wollte, jedoch das Auto verlor und uns beide aus dem Rennen beförderte. Es war für mich selbstverständlich, zu ihm zu gehen und mich zu entschuldigen. Umgekehrt erwarte ich das gleiche. Es geht um Respekt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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