Norbert Haug und Michael Schumacher sehen die aktuelle Situation gelassen

Formel 1 2012

— 18.07.2012

Haug: "Wir suchen stets die besten Fahrer"

Mercedes verspürt bezüglich der Vertragsverhandlungen mit Michael Schumacher keine Eile - Norbert Haug: "Große Zahl deutscher Fahrer mit viel Potenzial"



Kurz vor dem Grand Prix in Hockenheim steht nicht das sportliche Geschehen im Zentrum des Interesses der deutschen Öffentlichkeit, sondern es ist eine Personalie. Wird Michael Schumacher seinen am Jahresende auslaufenden Vertrag mit Mercedes verlängern? Dies ist die wichtigste Frage, die vielen Fans unter den Nägeln brennt. Der 43-jährige Rekordchampion und sein Arbeitgeber geben sich gelassen. Man werde sich im Sommer besprechen, und eine Entscheidung womöglich erst im Oktober bekanntgeben.

"Wir werden uns mit Michael zusammensetzen und gemeinsam eine Entscheidung treffen, Eile besteht dabei nicht", unterstreicht Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zum wiederholten Male im Gespräch mit der Agentur 'DPA'. Der Schwabe hatte zuletzt immer wieder betont, dass es nicht darum gehe, eine schnelle Entscheidung zu treffen, sondern es müsse am Ende der Gespräche die "richtige Entscheidung" getroffen werden.

Die Mercedes-Werksmannschaft gilt trotz des Firmensitzes in Großbritannien als deutsche "Nationalmannschaft der Formel 1". Man erinnert oft an alte Silberpfeil-Traditionen, hat in Schumacher und Nico Rosberg zwei Deutsche in den Cockpits. Die Staatsangehörigkeit sei allerdings ein wenig entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des Kaders, meint Haug: "Nicht unbedingt. Wir suchen stets die besten verfügbaren Fahrer. Das war auch bei Nico und Michael so."

Gerüchten zufolge sollen sich Schumacher und Mercedes längst geeinigt haben und den neuen Deal am Hockenheim-Wochenende verkünden. Belege dafür gibt es nirgends. Tatsache ist allerdings, dass sich Mercedes auf alle Eventualitäten vorbereiten muss - auch für den Fall eines zweiten Karriereendes des Formel-1-Rekordweltmeisters. Intern soll es bereits eine Liste mit möglichen Nachfolgekandidaten geben.

Die britischen Medien dichten Lewis Hamilton bereits zu den Silberpfeilen, in deutschen Medien taucht immer wieder der Traum von Vettel im Mercedes auf. Man unterhalte sich mit dem jungen Doppelweltmeister, mehr aber auch nicht, sagt Haug zu diesem Thema. "Es gibt erfreulicherweise eine vergleichsweise große Zahl deutscher Fahrer mit großem Potenzial, was auch an der konsequenten Nachwuchsförderung liegt, in der auch Mercedes-Benz aktiv und erfolgreich ist", so der Mercedes-Rennleiter.

Ein Blick auf die aktuelle Nachwuchsförderung von Mercedes zeigt, dass man durchaus einige junge Pfeile im Köcher hat. Erst vor wenigen Monaten haben die Schwaben das "Juniorteam" wieder aufleben lassen, das vor rund 20 Jahren die damaligen Förderkandidaten Michael Schumacher, Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen in Richtung Formel 1 bugsieren sollte. Dies gelang damals über den Umweg Sportwagen. Die aktuellen Mercedes-Junioren Christian Vietoris, Roberto Merhi und Robert Wickens dürfen sich somit Hoffnungen machen.

Fotoquelle: xpb.cc

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