Maria de Villota verlor bei dem schweren Unfall ihr rechtes Auge

Formel 1 2012

— 19.07.2012

De Villotas Familie lässt Unfall weiterhin unkommentiert

Die Familie von Maria de Villota will die von Marussia angegebene Unfallursache offenbar nicht akzeptieren und möchte weitere Untersuchungsergebnisse abwarten



In dieser Woche gab das Marussia-Team offiziell bekannt, dass die Ursache für den schweren Unfall von Maria de Villota nicht technischer Natur gewesen sei. Die Spanierin war Anfang Juli bei Testfahrten auf einem Flugplatz im britischen Duxford mit ihrem Marussia-Boliden schwer verunglückt, wobei sie ihr rechtes Auge verlor und sich zudem schwere Kopfverletzungen zuzog.

Im Klartext bedeutet das: De Villota soll laut Marussia einen Fahrfehler begangen haben, infolgedessen ihr Bolide nach dem Anhalten plötzlich wieder beschleunigte und mit der Laderampe eines geparkten Transporters kollidierte.

Die Familie der 32-Jährigen, die sich infolge des Unfalls mehreren Operationen in einer Spezialklinik bei Cambridge unterziehen musste, will diese Erklärung des russisch-britischen Teams aber offenbar so nicht stehen lassen. Momentan wird der Unfall von der britischen Behörde für Arbeitsunfälle Health and Safety Executive (HSE) untersucht.

"Das ist die Version von Marussia, sie liefert aber keine Erklärung", wird eine der Familie sehr nahe stehende Person von der spanischen Zeitung 'Marca' zitiert. Die Familie der Marussia-Testfahrerin selber ließ verlauten, dass man "keine weiteren Kommentare" abgäbe, ehe nicht alle Untersuchungen abgeschlossen seien. Momentan sei de Villota aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der Lage, an den Ermittlungen mitzuwirken. Ohnehin könne sie sich an den Unfallhergang nicht erinnern.

Was die momentane Verfassung der ehemaligen Superleague-Formula-Pilotin angeht, meldete sich im Rahmen des Deutschland Grand Prix ihr Teamkollege Timo Glock zu Wort: "Letzter Stand ist, dass sie im Moment sehr stabil ist, mit ihrer Familie und den Ärzten spricht und auf dem Weg der Besserung ist", so Glock. "Natürlich ist es noch ein extrem langer Weg, aber den Umständen entsprechend geht es ihr ganz gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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