Fernando Alonso (links) und Sebastian Vettel geben aktuell den Ton an

Formel 1 2012

— 19.07.2012

Leser und Legenden einig: Alonso besser als Vettel

Mehr als drei Viertel der Leser von 'Motorsport-Total.com' den Spanier für den kompletteren Rennfahrer - Jackie Stewart stimmt zu, Nigel Mansell ist unentschieden



Monitorlein, Monitorlein an der Wand, wer ist denn nun der Beste im Ganzen Land? Diese Frage beschäftigt die Formel-1-Szene in einer Saison, in der die Abstände so eng sind wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit, mehr denn je. Immer wieder fallen dabei zwei Namen und vier Weltmeistertitel: Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Zusammen mit Mark Webber scheinen die beiden Ausnahmekönner 2012 wie schon vor zwei Jahren die Fahrerwertung unter sich auszumachen.

Die Leser von 'Motorsport-Total.com' halten Alonso nicht unbedingt für den schnelleren, aber für den kompletteren Fahrer. 76,09 Prozent sprechen sich in einer aktuellen Umfrage mit 2593 abgegebenen Stimmen für den Ferrari-Star aus, nur 10,30 Prozent geben Vettel den Vorzug. Als "in etwa gleich gut" schätzen die beiden Piloten 13,61 Prozent ein.

Alonso intellektuell stark

Jackie Stewart stimmt den Lesern im Gespräch mit 'Sky' zu: "Alonso mental am stärksten: Ich glaube, seine Fähigkeiten sind am größten", meint die 73-jährige Rennsport-Legende und bezeichnet den Spanier als den im Kopf am besten aufgestellten Piloten im Geschäft. "Er ist schon zwei Mal Weltmeister geworden, ist ruhig", beschreibt Stewart die Vorzüge Alonsos und verteilt Lob: "Er hat nicht nur am meisten Erfahrung, sondern er ist auch intellektuell am besten."

Doch auch Vettels Leistungen kann der Schotte etwas abgewinnen: "Sebastians Sieg vor ein paar Jahren im Regen in Monza war ein Meisterstück. Er ist ohne Zweifel extrem schnell", meint Stewart und gibt dem Konkurrenten aus dem Ferrari-Lager dennoch den Vorzug: "Aber wenn es darum geht, wer der beste Allrounder ist, dann würde ich sagen, dass Alonso mehr Erfahrung hat. Außerdem will er unbedingt wieder Weltmeister werden", verweist er auf den Titelhunger.

Konstrukteure tragen ihren Teil bei

Eine weitere Eminenz von der Insel gibt zu bedenken, dass in der Formel 1 der Pilot alleine längst nicht mehr der ausschlaggebende Faktor ist. "Man hat ja nicht nur das Problem, den schnellsten Fahrer der Welt zu schlagen, sondern auch den Designer, Adrian Newey", bemerkt Stirling Moss bei 'Sky' über den Red-Bull-Mann. "Wenn du Newey hast, der Weltmeister-Autos en masse gebaut hat, und den mit einem der schnellsten Fahrer der Welt zusammenbringst, sind die beiden schwierig zu schlagen."

Nigel Mansell hingegen will sich nicht festlegen: "Stirling hat natürlich recht: Sebastian macht in den letzten Jahren einen fantastischen Job. Aber auch Ferrari und Alonso machen das sehr gut. Es wird sich definitiv zwischen diesen drei Fahrern entscheiden", glaubt der Weltmeister von 1992, der mit seinem Durchbruch als 39-Jähriger ein Spätzünder war. Er bricht eine Lanze für einen weiteren Routinier: "Ich fände es fantastisch, wenn Mark Webber es in seinem Alter noch packen würde."

Fotoquelle: xpb.cc

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