Die Lufteinlässe an der Airbox werden im Rennen bei Lotus verschwinden

Formel 1 2012

— 20.07.2012

Lotus: Kein Renneinsatz des Doppel-DRS

Lotus wird das Doppel-DRS, welches heute im Freien Training getestet wurde, nicht im Rennen einsetzen - Zuverlässigkeit ist noch nicht gewährleistet



Im Freien Training zum Großen Preis von Deutschland waren den Lotus-Fahrzeugen "Ohren" gewachsen. Seitlich beiderseits der Airbox waren kleine Lufteinlässe zu sehen, die zu einem Doppel-DRS gehören. Das System soll, ähnlich wie bei Mercedes, bei Aktivierung des DRS ein Abreißen des Luftstroms und somit eine Reduzierung des Luftwiderstands bewirken. Das von Lotus erstmals getestete System kommt jedoch am Heckflügel zum Einsatz, bei Mercedes wird die Luft über Kanäle zum Frontflügel geleitet.

Im Rennen wird das Doppel-DRS bei Lotus allerdings noch nicht verwendet werden. "Wir schauen uns die Daten an, aber mit einem Prototypen möchtest du im Rennen kein Problem bekommen. Wir konnten die Zuverlässigkeit noch nicht testen", wird Teamchef Eric Boullier von 'Autosport' zitiert. "Wenn wir gut in Form sind und mit beiden Autos in die Punkte fahren können, wollen wir auf Nummer sicher gehen. Wir müssen es erst überprüfen, bevor wir es am Auto lassen", sagt Boullier.

Nachdem das nächste Rennen schon am kommenden Wochenende in Ungarn stattfindet, ist ein Renneinsatz erst nach der Sommerpause in Spa-Francorchamps wahrscheinlich. Boullier gab zu, dass das System eine Antwort auf die Lösung von Mercedes ist. Zu Beginn der Saison hatte Lotus erfolglos gegen das bei Mercedes als W-Schacht bezeichnete System protestiert.

"Mercedes kam mit einem System, das unserer Meinung nach illegal war. Wir haben protestiert, weil wir von der FIA wissen wollten, wie genau sie die Regeln interpretieren", sagt Boullier. Nachdem die FIA grünes Licht gab, machte sich auch Lotus an die Arbeit und entwickelte ein System, welches laut Boullier "nach dem gleichen Prinzip arbeitet." Offenbar wird auch bei Lotus nach beim Hochklappen des Heckflügels ein Einlass geöffnet, der die Luft gezielt zum Heckflügel führt.

"Wir haben versucht, einige Daten zu gewinnen und werden nun sehen, ob es funktioniert", so der Teamchef. Kimi Räikkönen war nach dem ersten Test ebenfalls noch zu keinem Urteil über die Neuerung in der Lage. Auf die Frage, ob das System Vorteile bringe, sagt der Finne zu 'Autosport': "Ich weiß es nicht, wir brauchen mehr Zeit auf der Strecke."

Der Regen in Hockenheim verhinderte einen intensiven Test des Systems, denn bei nasser Strecke ist die Aktivierung des DRS untersagt. "Es ist eine neue Sache, die du ausprobieren musst", kommentiert Räikkönen die Neuentwicklung. "Aber bei diesem Wetter ist der Vorteil wesentlich geringer, als wenn es trocken ist."

Fotoquelle: xpbimages.com

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