Peter Sauber bereitet seinen Rücktritt vor und flirtet derzeit mit Volkswagen

Formel 1 2012

— 21.07.2012

Peter Sauber: Sommerflirt mit Volkswagen

Nachdem sich McLaren eine Abfuhr geholt hatte, fragte Peter Sauber bei VW an - Chancen auf Formel-1-Einstieg werden aber nur auf 30 Prozent beziffert



In fast schon regelmigen Abstnden tauchen in den Motorsport-Medien Gerchte auf, wonach der Volkswagen-Konzern in die Formel 1 einsteigen knnte, aber Substanz haben diese Meldungen selten. Doch laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' steht der zweitgrte Automobilhersteller der Welt derzeit in Verhandlungen mit dem Sauber-Team.

Teamchef Peter Sauber ist offenbar im Winter erstmals an VW herangetreten, um Mglichkeiten fr eine wie auch immer geartete Partnerschaft zu sondieren. Das Interesse in Wolfsburg hielt sich aber zunchst in Grenzen, weil es auch von McLaren eine Anfrage gab, die fr interessant gehalten wurde. Bei genauerem Hinsehen disqualifizierte sich McLaren aber selbst, weil Ron Dennis' neue Sportwagen in Konkurrenz zu VW-Luxusmobilen wie dem Audi R8 gestanden wren.

Hubbert vermittelt zwischen Sauber und VW

Beim Auto-Salon Genf im Mrz kam es dann zu einer neuerlichen Kontaktaufnahme von Sauber mit VW-Konzernchef Martin Winterkorn, vermittelt durch den ehemaligen Mercedes-Vorstand Jrgen Hubbert. Sauber und Hubbert kennen sich aus gemeinsamen Sportwagen- und Formel-1-Zeiten, und der mittlerweile pensionierte Automobil-Manager bot seinem alten Bekannten seine Hilfe an, weil das Sauber-Team finanziell bekanntlich nicht auf Rosen gebettet ist.

"Es hat ein Treffen mit Winterkorn in Genf gegeben", besttigt ein Sauber-Sprecher auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', ohne Details zu nennen. Und: "Richtig ist, dass Jrgen Hubbert vermittelt hat, weil er beide Seiten kennt." Letzteres trifft brigens auch auf den gebrtigen Neunkirchner Jost Capito zu, seit 1. Mai Sportchef bei VW und zwischen 1996 und 2001 auf der Sauber-Payroll, ab 1998 sogar als leitender Geschftsfhrer. Man kennt sich also.

Von gut informierten Quellen hat 'Motorsport-Total.com' erfahren, dass VW die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen und den tatschlichen Beginn einer Partnerschaft auf 30 Prozent einschtzt. Ein erschwerender Faktor knnte sein, dass Sauber die Hinwiler Firma nicht mehr zu 100 Prozent kontrolliert, sondern im Mai dieses Jahres ein Drittel seiner Anteile an Geschftsfhrerin Monisha Kaltenborn berschrieben hat.

Sauber bereitet Rcktritt vor

Sauber wird im Oktober 69 Jahre alt und macht keinen Hehl mehr daraus, dass er demnchst endgltig in Rente gehen wird. "Ich mchte mit 70 nicht mehr an der Boxenmauer stehen", kndigte er bereits im April an. Zwar steht noch nicht fest, dass er das Zepter als Teamchef schon Ende 2012 an Kaltenborn bergeben wird, aber sptestens Ende 2013 soll Schluss sein, wenn man die Aussagen des Schweizers richtig deuten kann.

Die letzten konkreten berlegungen des VW-Konzerns, in die Formel 1 einzusteigen, gab es brigens vor einigen Jahren, als eine Kooperation mit Red Bull in Erwgung gezogen wurde. Das bis zu 500 Millionen teure Investment kam aber trotz der Bemhungen der sterreichischen WWP-Gruppe mit Chefvermittler Burghard Hummel nicht zustande. Seither galt die Formel 1 wenn berhaupt, dann nur als Motorenhersteller als Thema.

Fotoquelle: Sauber

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