Mercedes-Teamchef Ross Brawn richtet den Blick frühzeitig auf die Saison 2014

Formel 1 2012

— 22.07.2012

Mercedes erwartet ab der Saison 2014 weniger Kontinuität

Ross Brawn sieht durch das neue Motorenreglement auch die Entwicklung für 2013 beeinflusst: "So viele Ressourcen wie möglich für 2014 verwenden"



Die Formel 1 wird sich in der übernächsten Saison vom technischen Reglement her stark verändert präsentieren. Anstatt der aktuellen V8-Saugmotoren sind dann V6-Turbos verbindlich vorgeschrieben. Die Hubraumgröße wird von derzeit 2,4 auf 1,6 Liter reduziert. Als weiterer wichtiger Faktor kommen die Pirelli-Reifen hinzu, die von Saison zu Saison verändert werden und die Teams vor immer neue Herausforderungen stellen.

Hinsichtlich der Pneus wurden einige Teams in diesem Jahr auf dem falschen Fuß erwischt und sahen sich gezwungen, bei der Fahrzeugweiterentwicklung eher zu reagieren als zu agieren. So auch Mercedes. "Ich denke, es ist etwas von beidem", urteilt Teamchef Ross Brawn. "Wir reagieren vielleicht ein bisschen mehr, weil wir mit Situationen konfrontiert werden, die schwierig vorherzusehen sind. Wir werden aber besser darin, Prognosen darüber anzustellen, was geschehen wird", sagt der Brite und führt als Beispiel die Temperaturen in Bezug auf die Pirelli-Reifen an.

"Wir lernen mehr über die Reifen, deren Verhalten und über das, was wir tun müssen, um ihnen die bestmögliche Leistung zu entlocken", so Brawn. "Manche Teams befanden sich da schon zu Saisonbeginn in einer guten Position. Andere Teams, wie wir, brauchten ihre Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen."

Frühzeitige Konzentration auf die Saison 2014

"Es ist also beides: Wir reagieren, aber wir agieren auch", erklärt der Mercedes-Teamchef die Arbeitsweise bei den "Silberpfeilen" und unterstreicht: "Wir verbessern uns darin, Vorhersagen anzustellen." Beim Stichwort Vorhersagen stellt sich unweigerlich die Frage, wie intensiv man die Entwicklung für die Saison 2013 vor dem Hintergrund des neuen Motorenreglements ab 2014 vorantreibt.

"Angesichts des bevorstehenden und wichtigen Projekts für 2014 wird jedes Team beim Auto für 2013 sicher seine Ressourcen im Blick haben", ist Brawn überzeugt und befürchtet: "2014 werden wir auf Seiten der Fahrzeuge weniger Kontinuität haben als mit den Autos, die aktuell zum Einsatz kommen."

So werden sich die Aufhängungspunkte für die V6-Triebwerke deutlich von den bisherigen unterscheiden. "Auch die Tankkapazität wird anders sein", weiß der Mercedes-Teamchef und schlussfolgert: "Von 2013 zu 2014 wird es weniger Kontinuität geben als von 2012 zu 2013. Wir werden uns daher genau überlegen müssen, welches Programm wir für das kommende Jahr zusammenstellen wollen, um sicherzustellen, so viele Ressourcen wie möglich auf 2014 zu verwenden."

Man müsse seine Vorhaben entsprechend balancieren. "Das tut man aber ohnehin stets", hält Brawn fest, gibt aber zu: "Weil für 2014 neue Regeln eingeführt werden, verändert das die Gleichung natürlich ein bisschen. Angesichts des RRA kannst du aber nicht einfach mehr Ressourcen verwenden. Du musst mit dem arbeiten, was abgemacht ist."

Fotoquelle: McLaren

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