Michael Schumacher konnte sich nicht gegen alle Attacke wehren

Formel 1 2012

— 22.07.2012

Mercedes: Einmal vor, einmal zurück

Während es für Michael Schumacher beim Heimrennen auf dem Hockenheimring zurückging, arbeitete sich Nico Rosberg sukzessive nach vorn



Seine im Nassen herausgefahrene dritte Startposition konnte Michael Schumacher bei seinem Heimrennen wie erwartet nicht halten. Im Trockenen waren die Autos einiger Konkurrenten besser, und so beendete der Rekordsieger das Rennen auf dem Hockenheimring am Ende auf Position sieben. Nach vorn ging es hingegen für Teamkollege Nico Rosberg. Nach dem verkorksten Qualifying mit Startplatz 21 ging es für ihn auf Position zehn nach vorn.

Zur Halbzeit der Formel-1-Saison 2012 rangiert Mercedes mit 105 WM-Punkten auf dem fünften Rang, 51 Zähler hinter Lotus und 27 Punkte vor Sauber. Rosberg hat mit 76 Punkten auf Rang sechs die Nase vor Schumacher, der mit 29 Punkten 12. ist.


"Es gibt natürlich schönere Arten, ein Heimrennen zu beenden, als vom dritten auf den siebenten Platz zurück zu fallen", so Schumacher. "Aber mehr war heute leider einfach nicht drin; ich habe schon alles aus dem Auto raus gequetscht. Schade, denn ich hätte all unseren Mitarbeitern, die mit uns mitgefiebert haben, gerne mehr geboten."

"Wir hatten uns vor dem Wochenende selbst so zwischen Platz fünf und sieben gesehen, und natürlich wäre dann der fünfte Platz der schönere gewesen, aber das war dann halt doch das Optimum bei diesen Bedingungen. Mein Start war okay, und der kleine Fight gegen Sebastian hat Spaß gemacht."

"Danach gab es leider nicht mehr viele Highlights, außer vielleicht der schnellsten Rennrunde. Diese Pace konnten wir aber leider nicht lange halten. Jetzt heißt es nach vorn blicken und beim nächsten Rennen wieder das Beste geben."

"Nach dem schwachen Qualifying gestern und dem Start vom Ende des Feldes ist es ein gutes Gefühl, heute einen Punkt geholt zu haben. Wir hatten eine gute Strategie und es hat Spaß gemacht, so viele Fahrer auf meiner Aufholjagd von Platz 21 auf Position 10 zu überholen. Einige Piloten musste ich mehrmals überholen und es waren etliche schöne Überholmanöver dabei."

"Vielen Dank an unsere Fans hier in Hockenheim für ihre fantastische Unterstützung, obwohl das Wochenende nicht ganz nach Plan verlief. Jetzt freue ich mich auf Budapest in sieben Tagen und hoffe auf ein besseres Wochenende. Darauf werden wir sehr hart hinarbeiten."

"Wir wussten, dass wir drei Boxenstopps machen mussten und haben das Rennen so gut wie möglich zu Ende gefahren", so Teamchef Ross Brawn. "Bei einigen unserer Gegner auf Zwei-Stopp-Strategien bauten die Reifen gegen Rennende ab, aber das reichte nicht für unsere Fahrer, um einen Vorteil aus ihren frischeren Reifen zu ziehen. Michael und Nico zeigten konstante Leistungen, gute Überholmanöver und insgesamt sechs saubere Boxenstopps."

"Unsere Strategie ermöglichte es Nico, elf Positionen im Vergleich zu seinem Startplatz gutzumachen. Michael wurde zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen Siebter. Wir haben heute Nachmittag die richtigen Entscheidungen getroffen, aber nach 67 Runden lag Michael 29 Sekunden hinter dem Sieger. Wir müssen also die Pace unseres Autos weiter steigern."

"Natürlich ist es nicht erfreulich, als Dritter zu starten und als Siebter ins Ziel zu kommen", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir waren überzeugt, dass eine Drei-Stopp-Strategie die schnellste für uns sein würde. Ein Podiumsplatz war für uns heute außer Reichweite und wir benötigen weitere Steigerungen."

"Nico zeigte eine starke Leistung und machte auf dem Weg von Rang 21 bis auf Position 10 im Ziel elf Plätze gut. Wie in Silverstone fuhr Michael in unserem bestplatzierten Auto ungefähr 30 Sekunden nach dem Sieger über die Ziellinie - uns fehlt also rund eine halbe Sekunde pro Runde. Am nächsten Wochenende beim Großen Preis von Ungarn wollen wir eine bessere Leistung zeigen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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