McLaren traf am Samstag mit den Rgenreifen das Temperaturfenster nicht

Formel 1 2012

— 23.07.2012

McLaren wiedererstarkt: Nur bei Nässe hakt's noch

Die Entwicklungsarbeit am MP4-27 hat sich für die Truppe aus Woking ausbezahlt - Auch Jenson Button und die Boxenstopp-Mannschaft formverbessert



McLaren hatte vor dem Rennen auf dem Hockenheimring große Hoffnungen in seinen optisch veränderten Boliden gesetzt und wurde von den Upgrades nicht enttäuscht. Platz zwei für Jenson Button und zumindest einige starke Rundenzeiten von Pechvogel Lewis Hamilton standen am Ende des Tages zu Buche. "Wir haben zweifellos einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das konnte man im ersten und dritten Freien Training auf trockener Piste sehen", bemerkt Sportdirektor Sam Michael.

Offensichtlich tat das Paket auf der Strecke das, was es sollte: "Ich gehe davon aus, dass die Daten mit denen aus dem Windkanal übereinstimmen", erklärt Martin Whitmarsh und lobt ein weiteres starkes Upgrade: Und das heißt Button. "Keiner hatte Zweifel an der Form von Jenson", meint der Teamchef über die Rückendeckung für den zuletzt formschwachen Ex-Weltmeister. "Er zeigte ein tolles Rennen, wenn man bedenkt, dass Fernando und Sebastian im ersten Stint weit enteilt waren."

Whitmarshs lässt weitere Schulterklopfer folgen: "Das Ergebnis ist auf jeden Fall ermutigend für ihn und ich glaube, er konnte damit einige seiner Kritiker ruhigstellen. Jetzt kann er sich voll auf die kommenden Rennen konzentrieren." Ebenfalls zu den Geschundenen zählte die 2012 fehleranfällige Boxenstopp-Mannschaft aus Woking. "Das Team legte einen fantastischen Boxenstopp in nur 2,3 Sekunden hin, der ihn an Sebastian vorbei brachte", weiß Whitmarsh über deren Anteil am Button-Erfolg.

Dass es nicht für mehr reichte, lag einerseits daran, dass das permanente Attackieren im Schlussstint den Reifen Buttons deutlich zugesetzt hatte. Andererseits aber auch daran, dass McLaren nicht schon im Qualifying Spitzenplätze belegt hatte. "Es war in erster Linie ein Temperaturproblem", erklärt Whitmarsh die Leistungseinbußen bei Nässe. Im Gegensatz zu Silverstone standen diese nicht in Verbindung mit den Intermediates von Pirelli.

Der Teamchef erläutert: "Wir waren mit Slicks als auch mit Intermediates sehr schnell, dafür fehlte uns mit den Regenreifen Tempo", rätselt Whitmarsh über Pneus mit einem sehr kleinen Betriebsfenster. "Wenn man das trifft, ist alles großartig, anderenfalls nicht." McLaren griff einmal mehr daneben und will Verbesserungen: "Wenn es uns jetzt gelingt, unsere Performance auf nasser Strecke zu verbessern, sind wir vollends zufrieden", fordert Michael, um "unter allen Bedingungen wettbewerbsfähig" zu sein.

Fotoquelle: Pirelli

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