Die Situation zwischen Button und Vettel sorgt weiterhin für Diskussionen

Formel 1 2012

— 24.07.2012

Whiting empfindet Vettel-Strafe als "sehr hart"

Selbst Rennleiter Charlie Whiting empfindet die Strafe gegen Sebastian Vettel als "sehr hart", doch andere Sanktionsmöglichkeiten sehen die Regeln nicht vor



Das Überholmanöver von Sebastian Vettel gegen Jenson Button in der vorletzten Runde des Großen Preises von Deutschland erhitzt auch zwei Tage später immer noch die Gemüter. Vettel hatte Button ausgangs der Spitzkehre überholt und war dabei mit allen vier Rädern neben die Strecke gefahren. Die Rennkommissare kamen nach einer Untersuchung des Falls zu dem Ergebnis, dass Vettel durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil erlangt habe, und verhängten eine nachträgliche Zeitstrafe von 20 Sekunden gegen den Deutschen, wodurch Vettel von Position zwei auf fünf zurückfiel.

Die Argumentation Vettels, er habe durch das Ausweichen eine Kollision mit Button verhindern wollen, überzeugte die vier Rennkommissare Paul Gutjahr, Tim Mayer, Derek Warwick und Detlef Kramp nicht. "Wenn an der Stelle eine Mauer steht oder ein Kiesbett, macht er das nicht", wird ein namentlich nicht genannter Vertreter aus dem Kreis der vier Rennkommissare von 'auto, motor und sport' zitiert.

Während sich die meisten Beobachter einige waren, dass eine Strafe gegen Vettel gerechtfertigt ist, empfanden manche das Strafmaß als zu hoch. "Das steht in keinem Verhältnis zum Vergehen", sagt David Coulthard und verweist die Situation in der DTM: "In der DTM verlassen da alle die Strecke, und es wird dabei auch überholt." Allerdings gelten in der DTM beim Verlassen der Strecke andere Reglen als in der Formel 1.

Doch selbst FIA-Rennleiter Charlie Whiting musste zugeben: "Die Strafe ist sehr hart." Allerdings räumte der Brite ein, dass den Rennkommissaren kein anderes Strafmaß zur Verfügung stand: "Leider haben wir im Moment aber nichts anderes im Angebot. Wäre der Vorfall früher im Rennen passiert, hätte Vettel eine Durchfahrtstrafe bekommen. Wenn er sie im Rennen nicht mehr absitzen kann, sind das automatisch 20 Sekunden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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