Konfettistimmung: Jenson Button holte in Deutschland wieder ein Podestergebnis

Formel 1 2012

— 24.07.2012

Button: "Alles ist möglich"

McLaren-Fahrer Jenson Button hat in Hockenheim frischen Mut gefasst: Der Ex-Champion traut sich 2012 noch alles zu, auch eine Rolle im Titelkampf



Todgesagte leben länger: Jenson Button hat sich am Wochenende erfolgreich zurückgemeldet. Nach einigen überaus schwierigen Grands Prix erzielte er in Hockenheim endlich wieder ein Podestergebnis schrieb damit positive Schlagzeilen. Die Realität ist aber, dass der WM-Zug für den Briten fast schon abgefahren ist. Doch nach seinem zweiten Platz von Deutschland zeigt sich Button betont gelassen.

Obwohl er weniger als die Hälfte der Zähler des aktuellen Formel-1-Tabellenführers Fernando Alonso (Ferrari) auf seinem Konto hat, sei die WM noch keineswegs gelaufen. "Alles ist möglich", sagt Button laut dem britischen 'Guardian'. "Es ist nie einfach, wenn du so weit zurückliegst, doch aufgeben werde ich nicht. Ich werde kämpfen", kündigt er an. Und das bei einem Rückstand von nun 86 Punkten.

Will Button tatsächlich eine solche Kehrtwende schaffen, muss er sich gewaltig strecken. Aus den zehn Rennen der ersten Saisonhälfte brachte er nämlich "nur" 68 Zähler mit nach Hause, während Ferrari-Konkurrent Alonso bereits 154 Punkte eingefahren hat. Doch laut Button kann es sich dabei auch nur um eine Momentaufnahme handeln. In der Formel 1 wende sich das Blatt sehr schnell.

"Vielleicht müssen wir einfach die Saison 2009 wiederholen - nur umgekehrt. Das würde bedeuten: sechs von sieben Rennen gewinnen", sagt Button. "Das muss es möglicherweise sein, um Fernando herauszufordern. Es könnte klappen." Alonso habe zwar bisher "wirklich viele Punkte geholt", erklärt der Brite weiter, aber jede Serie werde einmal reißen. "Bislang hatten sie halt die nötige Konstanz."

Sei diese erst einmal weg und dafür Unruhe im Team, könnten sich neue Chancen für die Verfolger ergeben, meint Button. "Wenn du erst einmal einen fünften oder einen sechsten Platz einfährst, dann kann das die ganze Sache durcheinander bringen. Das kann einen großen Unterschied machen", erklärt der McLaren-Pilot. Und so wäre - zumindest laut Button - ganz schnell "wieder alles offen".

Aus diesem Grund könne es für ihn ab sofort nur ein Ziel geben: Ferrari und Alonso maximal unter Druck zu setzen, um das italienisch-spanische Gespann in einen Fehler zu treiben. "Hoffentlich gelingt uns das", sagt Button, der sich nun allerdings erst einmal auf die frisch zurückerlangte, eigene Stärke konzentrieren will. Er habe am Hockenheimring sehr viel Kraft und Zuversicht getankt, betont er.

"Ein paar kleine Veränderungen am Auto und ein gutes Rennwochenende machen sicherlich einen großen Unterschied für mein Selbstvertrauen", meint Button. "Wir haben zwar nicht gewonnen, doch wir haben das Gefühl, das nächste Rennen kann kommen. Schön, dass wir nun ein Back-to-Back-Wochenende haben, denn so können wir den Schwung mitnehmen. Ich freue mich auf Ungarn."

Fotoquelle: McLaren

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