Sebastian Vettel ist nach dem Ungarn-Freitag noch nicht wunschlos glücklich

Formel 1 2012

— 27.07.2012

Vettel: "Hätten gern den Stand aus Hockenheim"

Sebastian Vettel gibt sich zum Thema Motor-Mapping bedeckt, würde aber lieber mit der Hockenheim-Version fahren und traut sich keine Vorhersage für das Qualifying zu



Weltmeister Sebastian Vettel ließ es am ersten Trainingstag zum Grand Prix von Ungarn mit den Plätzen 15 und acht in den beiden Sitzungen auf dem Hungaroring ruhig angehen. Einen Teil des Rückstands erklärt der Red-Bull-Pilot mit den schwierigen Witterungsbedingungen, sieht aber für den weiteren Verlauf des Wochenendes unabhängig davon noch Arbeit auf sich und das Team zukommen.

In seiner Medienrunde am Freitag spricht Vettel über die Erkenntnisse der beiden Freien Trainings, über das Thema Motoren-Mapping und über seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in diesem Jahr.

Frage: "Sebastian, wie schätzt du die Chancen auf eine Podiumsplatzierung am Sonntag ein?"
Sebastian Vettel: "Schauen wir mal. Mit dem Regen am Schluss ist es heute nicht ganz optimal gelaufen. Ich hatte keine Chance, die weichen Reifen auszuprobieren. Alles in allem gibt es noch einiges zu tun. Wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen. Daher würde ich sagen, es war ein ganz normaler Freitag."

Frage: "Ist der Nachteil, nicht mit den weichen Reifen draußen gewesen zu sein, sehr groß?"
Vettel: "Das glaube ich nicht. Einige Fahrer konnten ihre Runden abspulen, andere - so wie wir - nicht. Andererseits konnten wir mit dem Prime zwei sehr gute Runs abspulen. Das ist wichtig, denn wir haben ein paar Erkenntnisse gewonnen. Dennoch müssen wir für morgen noch etwas mehr finden. Es geht offensichtlich wieder sehr eng zu. Die Runde ist hier sehr kurz. Ich erwarte daher ein extrem spannendes Qualifying, sollte es trocken bleiben. Sollte es regnen, ist eine Vorhersage ohnehin schwierig. Heute waren die Bedingungen sehr ungewöhnlich - wir hatten von allem etwas. Es wäre aus unserer Sicht nicht sehr klug gewesen, am Schluss noch einmal auf die Strecke zu gehen."

Thema Motor-Mapping schwierig einzuschätzen

Frage: "Hat die Anweisung der FIA, das Motor-Mapping zu verändern, eine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit an diesem Wochenende?"
Vettel: "Nein. Es wird zwar sehr viel darüber gesprochen, aber wenn die Leute wüssten, was im Hintergrund passiert, dann wären sie nicht so sehr an dem interessiert, was während der zurückliegenden Tage zu diesem Thema gesagt und geschrieben wurde. Morgen gibt es wieder neue Geschichten, am Tag darauf wieder und auch am Montag. Wir konzentrieren uns auf das Rennen hier und versuchen, für die Montagszeitungen Stoff für ein paar gute Neuigkeiten zu liefern."

Frage: "Kannst du etwas mehr ins Detail gehen, was da im Hintergrund genau passiert?"
Vettel: "Es ist weit weniger als die Leute erwarten. Eines ist aber klar: Wenn wir die Wahl hätten, dann würden wir zum dem Stand zurückgehen, den wir in Hockenheim hatten. Wie ich gestern schon sagte, ist die Situation auch für uns schwierig einzuschätzen."

Frage: "Auch im Jahr 2010 ist unheimlich viel passiert. Es gab einige technische Pannen und andere Widrigkeiten. Trotzdem warst du am Ende des Jahres Weltmeister. Ist das womöglich eine Art Schablone für das Jahr 2012?"
Vettel: "Jedes Jahr ist unterschiedlich. Mit Sicherheit sind wir in einer anderen Position als vor einem Jahr, aber es ist noch ein langer Weg vor uns. Wir konzentrieren uns jetzt auf das Rennen hier. Das Ziel ist aber ganz klar. Wir wissen: Wenn wir uns auf jeden einzelnen Schritt konzentrieren, dann tun wir auch unser Bestes, was die Meisterschaft angeht. Ich glaube es gibt keinen Grund die Hoffnung aufzugeben. Davon reden wir gar nicht. Es steht noch viel an, es liegt noch viel vor uns. Wenn wir jetzt 251 Punkte hinten wären, dann wäre es viel schlimmer (lacht; Anm. d. Red.)."

Fotoquelle: xpbimages.com

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