Timo Glock ist von den Regenreifen von Pirelli alles andere als begeistert

Formel 1 2012

— 27.07.2012

Glock sieht bei den Regenreifen "Verbesserungsbedarf"

Timo Glock kritisiert die Pirelli-Regenreifen, die seiner Meinung nach bei Auqaplaning "sehr, sehr seltsam" verhalten - Neuer Asphalt zusätzliche Herausforderung



Timo Glock hat die Regenreifen von Pirelli, allen voran den Intermediate, mit deutlichen Worten kritisiert. Dieser sei "extrem schlecht in Sachen Wasserverdrängung" und würde sich, wie man beim Unfall von Michael Schumacher gesehen habe, bei Aquaplaning "sehr, sehr seltsam" verhalten. Aber auch beim Regenreifen sieht Glock "Verbesserungsbedarf." Im Interview spricht der Deutsche auch über die Probleme mit dem instabilen Heck seines Marussia und berichtet über den teilweise neuen Asphalt auf dem Hungaroring.

Frage: "Timo, wenn man die Zeiten und deine Ausritte gesehen hat, sah es so aus, als ob ihr das Problem nicht gelöst habt."
Timo Glock: "An einem Rausrutschen kann man das nicht festmachen. Das Auto fühlt sich deutlich anders an als in Hockenheim. Es ist schon besser, aber trotzdem sind wir immer noch nicht da, wo wir gerne sein würde oder wo wir in Silverstone waren. Wenigstens ist es etwas konstanter, es fühlt sich etwas besser an auf der Hinterachse. Ansonsten war es vom Wetter her unkonstant. Im zweiten Freien Training, als es deutlich wärmer war, konnten wir mit dem weichen Reifen nicht fahren. Generell hat es sich Okay angefühlt. Jetzt müssen wir schauen, ob wir das Auto verbessern können. Im Regen war es ganz Okay. Das Auto hat sich gut angefühlt, und die Zeiten waren auch nicht so schlecht. Es ist aber schwierig zu sagen, wer wann rausgefahren ist."

Frage: "Ich meinte vor allem im Vergleich zu deinem Teamkollegen. Normalerweise hättest du hier deutlich schneller sein müssen."
Glock: "Ich weiß nicht, ob man das im Vorfeld sagen kann, auf welcher Strecke man schneller ist als sein Teamkollege. Es war ein Freies Training, jetzt schauen wir mal, was morgen geht."

Frage: "Du hast dich an der gleichen Stelle verbremst, wo Schumacher seinen Unfall hatte."
Glock: "Das war weiter unten, ich war oben in der Rechtskurve draußen."

Frage: "Wie schwierig war es zu diesem Zeitpunkt, auf der Strecke zu bleiben?"
Glock: "Der Unfall von Michael war ein paar Minuten früher. Man hat gesehen, dass es viel Aquaplaning gibt. Ich war einer der wenigen, die noch draußen geblieben sind. Es war schwierig in Kurve elf, weil dort Wasser über die Strecke lief und die Reifen (Intermediates, Anm. d. Red.), in meinen Augen, extrem schlecht in Sachen Wasserverdrängung sind."

"Selbst neben der Strecke, in der Auslaufzone, habe ich keinen Grip aufgebaut, was mich gewundert hat. Obwohl ich nicht richtig schnell war, bin ich in Richtung Reifenstapel gerutscht, und irgendwann ist das Auto wieder um die Kurve gefahren. Die Reifen verhalten sich sehr, sehr seltsam, was Aquaplaning angeht. Das hat man bei Michael gesehen, der hat eher beschleunigt als abgebremst. Es ist die Frage, ob das hier auch am Asphalt liegen könnte, der in ein paar Kurven neu verlegt wurde. Es ist mit diesen Reifen sehr schwierig."

Frage: "Das heißt, wenn es am Sonntag richtige Schauer gibt ..."
Glock: "Dann wird es schwer. Selbst mit den Vollregenreifen ist schwierig, wie man bei den letzten Rennen gesehen hat. Da gibt es in meinen Augen Verbesserungsbedarf."

Frage: "Du hast es angesprochen, es gibt neuen Asphalt. Einige Fahrer klagen, dass das Heck wegrutscht und es etwas unberechenbar ist. Wie war das bei dir?"
Glock: "Es ging. Es war im Vorjahr schon ein Problem, als in der Mitte ein neuer Asphalt anfing. Das hat es in meinen Augen deutlich schwieriger gemacht. Jetzt ist die ganze letzte Kurve neu asphaltiert. Sie hat weniger Grip, und man muss in meinen Augen eine andere Linie fahren als im Vorjahr. Aber sonst geht es. Es ist kein riesiges Problem, aber es ist schon interessant, dass die Reifen auf neu verlegten Asphalt deutlich anders reagieren."

Frage: "Es konnte keiner richtige Longruns fahren. Wie schwierig ist das, vor allem auf dieser Strecke, wenn man nicht weiß, wie gut die Reifen auf die Distanz reagieren?"
Glock: "Das ist immer ein Thema, vor allem die Hinterreifen sind hier gefragt. Mich haben heute die Longruns nicht wirklich interessiert. Wir müssen versuchen, mehr Stabilität ins Auto bekommen."

Fotoquelle: Marussia

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