Untypisch für Fernando Alonso: Auch er erwischte keine perfekte Runde

Formel 1 2012

— 28.07.2012

Ferrari: Keine perfekte Runde erwischt

Sowohl Fernando Alonso als auch Felipe Massa erwischten in der Hungaroring-Qualifikation keine perfekte Runde



Dem Ferrari-Team war schon im Vorhinein bewusst, dass man auf dem Hungaroring nicht um die Pole-Position fahren kann. Es htte aber auch besser laufen knnen, htten Fernando Alonso und Felipe Massa perfekte Runden hinbekommen. Am Ende musste sich die beiden mit den Positionen sechs (+0,891) und sieben (+0,947) zufrieden geben.

"Wir hatten ein sehr schwieriges Qualifying erwartet, und das war es dann auch. Wir haben mindestens acht Autos gesehen, die sehr konkurrenzfhig unterwegs waren, die beiden McLaren, zwei Force India, zwei Red Bull und Lotus, sodass es an sich ein schwierig zu erreichendes Ziel war, in den dritten Qualifying-Durchgang zu kommen. Wir haben es geschafft, und wir habe es auch hinbekommen, das Verhalten des Autos im letzten Teil leicht zu verbessern. Wir arbeiteten an den Reifendrcken und dem Frontflgel."

"Definitiv haben wir keine perfekte Runde hinbekommen, da wir in ein paar Kurven eine Handvoll Zehntelsekunden verloren. Der Wind war strker als heute Vormittag, und ich denke, dass dies alle etwas berrascht hat. Wenn man alle Dinge bedenkt, so ist der sechste Platz nichts, ber das man sich rgern sollte, absolut nicht."

"Es stimmt, dass das berholen hier definitiv nicht einfach ist, aber morgen knnte es regnen, und wir wissen, dass dies etwas ndern kann. Hinzu kommt, dass es den unbekannten Faktor im Hinblick auf das Verhalten der Reifen gibt, denn gestern war niemand in der Lage, sie wirklich auf einem Longrun auszuprobieren. Wir werden super-konzentriert sein mssen, besonders beim Umgang mit den Reifen."

"Im Trockenen sind wir noch nicht in der Lage, um die absolut vordersten Pltze zu kmpfen, und dessen sind wir uns alle bewusst. blicherweise verbessert sich die Situation im Rennen, und aus diesem Grund hoffen wir, dass wir in den Top 4 oder 5 ins Ziel kommen knnen. Unser Ziel wird es sein, Boden auf unseren rgsten Gegner in der Fahrermeisterschaft gutzumachen, und heute wissen wir, dass wir vor ihm starten. Lasst uns schauen, wie die Situation morgen Abend aussieht."

"Dies war fr das Team keine einfache Qualifikation", so Massa. "Sowohl Fernando als auch ich selbst kmpften damit, eine perfekte Runde hinzubekommen, was an der Tatsache gesehen werden kann, dass wir im zweiten Qualifying-Durchgang schneller waren als im dritten. Dies ist schade, denn im zweiten Qualifying-Teil bin ich eine gute Zeit gefahren und erwartete, dass ich mich noch weiter verbessern kann. Aber unglcklicherweise war ich langsamer. Ich hatte pltzlich weniger Haftung und eine Menge bersteuern, wir mssen herausfinden, warum dies so war."

"Morgen wird es sehr hei, und es knnte zudem regnen. Wir mssen aus diesem Grund jede Situation im Griff haben. Wir mssen die wenigen Daten, die wir in Bezug auf das Verhalten der Reifen gesammelt haben, sorgfltig studieren. Auf Basis der wenigen Dinge, die wir sehen konnten, bauen die weichen Reifen definitiv strker ab, was mit einer vollen Ladung Benzin an Bord noch etwas strker der Fall sein knnte."

"Wir mssen abwarten und schauen, wie sich die Dinge entwickeln, denn das wird morgen ein langes Rennen. Ich glaube jedoch, dass wir immer noch eine Chance haben, um ein Podium zu kmpfen, selbst wenn wir es mit sehr starken Gegnern zu tun haben."

"Der Hungaroring war der Ort einiger wichtiger Moment in meiner Karriere, beginnend mit dem brutalen Niederschlag, 2008 auf dem Weg zu einem sicheren Sieg zu sein um ihn dann durch einen Motorschaden beraubt zu bekommen, und dann ein Jahr spter folgte mein Unfall. Viele Leute stehen mir aus diesem Grund immer noch nahe und untersttzten mich weiterhin, ich bin aus diesem Grund zweifelsfrei enttuscht, denn ich wollte sie heute Nachmittag mit einem groartigen Ergebnis belohnen. Wir werden versuchen, das morgen zu schaffen!"

"Es gab in diesem Qualifying heute Nachmittag keine berraschungen", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wir waren uns absolut bewusst, dass wir immer noch nicht ber das schnellste Auto in Bezug auf die reine Performance verfgen. Dies ist etwas, das wir in den vergangenen Wochen so hufig gesagt haben."

"Und wir wissen, wie wenig es nur bedarf, um den Sprung in die folgende Einheit zu verpassen, wenn es so viele Autos gibt, die gegeneinander kmpfen, alle nur durch ein paar Zehntelsekunden getrennt sind. Wir haben es geschafft, sowohl Fernando als auch Felipe in den dritten Qualifying-Durchgang zu bekommen, wo sie sich Positionen gesichert haben, die in Bezug auf die Meisterschaft nichtsdestotrotz nicht allzu schlecht sind, bedenkt man, dass der Gegner, der im Moment die grte Gefahr fr Fernando darstellt, hinter uns starten wird."

"Hinzu kommt, dass ich genau das sagen mchte, was ich schon an den vergangenen zwei Samstagen gesagt habe, auch wenn das Ergebnis anders war: die Punkte werden erst am Sonntag nach dem Rennen vergeben, und nicht am Samstag. Wir knnen ein sehr schwieriges und anspruchsvolles Rennen erwarten, auf einer Strecke, die es dem Fahrer nicht erlaubt, nur einen Moment lang abgelenkt zu sein, und welche auch sehr hart zu den Autos ist."

"In Bezug auf die Wettervorhersage herrscht etwas Ungewissheit, welche auch in Betracht gezogen werden muss. Wie immer werden wir alles und unser Bestes geben."

"Das war eine sehr komplexe und schwierige Qualifikation", so Pat Fry, Technischer Direktor des Teams. "Schlussendlich ist es so gelaufen, wie wir dies erwartet hatten. Vom ersten Qualifying-Durchgang an kmpfte Fernando etwas mit seinem ersten Satz Medium-Reifen, aber davon konnten wir uns wieder erholen."

"Der Kampf um den dritten Qualifying-Durchgang war sehr eng, und es war wichtig, sowohl Felipe als auch Fernando in den letzten Teil der Einheit zu bekommen, selbst wenn wir lediglich noch einen Satz weicher Reifen brig hatten, was tatschlich abgesehen von einem weiteren Teilnehmer bei allen Teams der Fall war."

"Wir waren hier nicht in der Lage, unsere Zeiten zu verbessern, tatschlich waren wir mit beiden Fahrern um zwei Zehntelsekunden langsamer. Das Hauptproblem heute Nachmittag war es gewesen, die ideale Runde zusammen zu bekommen."

"Morgen werden wir uns in einer hnlichen Situation wie jener befinden, die wir in den vergangenen zwei Rennen gesehen haben, denn angesichts des Wetters war es nicht mglich, die Reifen auf einem Longrun ordentlich zu bewerten."

"Wir mssen uns vllig auf die Vorhersagen verlassen und schauen, was passiert, wenn sich das Rennen entwickelt. Wir haben schon zuvor gesagt, dass wir nicht ber das schnellste Auto verfgen, und dass es noch eine Menge Arbeit gibt, um dieses Ziel zu erreichen. Dies ist der Grund, warum wir nicht leugnen knnen, dass wir heute enttuscht sind, denn Zahlen lgen nie."

Fotoquelle: xpbimages.com

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