Valtteri Bottas

Formel 1 2012

— 30.07.2012

Bottas: "Natürlich würde ich gerne Rennen fahren"

In Ungarn bestritt Valtteri Bottas sein fünftes Freies Training der Saison und könnte schon bald Stammfahrer bei Williams werden - "Fühle mich hier zuhause"



Valtteri Bottas bekleidet seit dieser Saison das Amt des Testfahrers beim Williams-Team. Der Finne bestreitet in diesem Jahr im Rahmen von Rennwochenenden insgesamt 15 Freie Trainings, Stammfahrer Bruno Senna muss dafür sein Cockpit jedes Mal kurzzeitig dem amtierenden GP3-Meister überlassen.

Bei seinen bisherigen acht Einsätzen zeigte Bottas stets praktisch fehlerfreie Leistungen und war in fünf Trainings sogar schneller als Teamkollege Pastor Maldonado, zuletzt am vergangenen Freitag in Ungarn. "Ich verbessere mich bei jedem Einsatz und hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell zurechtfinden würde", erklärt Bottas gegenüber 'GPweek'. Auf dem Hungaroring war der 22-Jährige am Ende rund eine Zehntelsekunde schneller als Maldonado.

"Es ist gut, dass ich mit ihm (Maldonado; Anm. d. Red.) mithalten und ihn manchmal sogar schlagen kann", so Bottas. "Es wäre jedoch noch mehr drin, wenn ich mehr fahren könnte." Viele sehen in Bottas bereits den Nachfolger einer der beiden aktuellen Stammfahrer. Wer allerdings sein Cockpit für den Blondschopf räumen müsste, ist derzeit noch unklar.

Maldonado holte in diesem Jahr in Spanien zwar den ersten Williams-Sieg seit 2004. Seitdem fuhr der Venezolaner jedoch kein einziges Mal mehr in die Punkteränge. Ganz im Gegensatz zu Teamkollege Senna, der zwar unterm Strich fünf Zähler weniger auf dem Konto hat, allerdings mehrmals Punkte sammelte.

In dieser Saison sitzen Senna und Maldonado vor allem wegen ihres finanziellen Hintergrunds im Williams-Cockpit. Senna, Neffe der Formel-1-Legende Ayrton Senna, bringt nicht nur einen großen Namen, sondern auch reichlich Sponsorengelder aus der Heimat Brasilien mit. Die Zahlung der Sponsorengelder soll dieses Jahr allerdings bislang mehrfach verspätet erfolgt sein. Maldonado wird sogar vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez und einem Öllieferanten aus der Heimat bei seinen Formel-1-Aktivitäten unterstützt.

"Es hilft, wenn man finanziell etwas unterstützt wird", erklärt Bottas zu dieser Thematik. Bottas brachte im Mai selber zwei Sponsoren mit ins Williams-Team, verfügt aber derzeit offenbar nicht über eine derart große Mitgift wie die beiden besagten Stammfahrer.

Allerdings genießt er die Unterstützung von Williams-Teilhaber Toto Wolff, der bereits als Nachfolger von Teamchef Frank Williams gehandelt wird. Wolff ist ebenfalls Teilhaber von Bottas Management, an dem unter anderem auch Ex-Weltmeister Mika Häkkinen Anteile besitzt. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis Bottas im Williams-Stammcockpit sitzt.

Bottas selbst sieht seine Zukunft jedenfalls beim britischen Traditionsrennstall: "Mir macht es wirklich Spaß, mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten. Williams hat eine lange Tradition und ich fühle mich hier zuhause. Am besten wäre es, hier bleiben zu können. Ich hoffe auf eine lange Karriere bei Williams." Im nächsten Jahr wolle er Rennen fahren, jetzt "sei jedoch die Zeit, Erfahrungen zu sammeln. Hoffentlich werde ich dann bald Rennen fahren, das ist mein Ziel, das habe ich mein ganzes Leben lang gemacht", so Bottas.

Fotoquelle: xpbimages.com

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