Christian Horner glaubt, dass die Kreativität sienes Teams eingeschränkt wird

Formel 1 2012

— 30.07.2012

Red Bull sieht sich nach Kontroversen in der Opferrolle

Red Bull sieht sich bei der Regelauslegung weiterhin im Recht und weist Anschuldigungen energisch zurück - "Unser Auto entspricht den Regeln"



Das Red-Bull-Team hat nun mit aller Klarheit mitgeteilt, was es von den Vorwürfen hält, die in letzter Zeit gegen den Rennstall erhoben wurden. Beim Großen Preis von Deutschland vor rund einer Woche hatte der Motorsportweltverband FIA das österreichische Team bezichtigt, im mittleren Drehzahlbereich mit einem deutlich niedrigeren Drehmoment-Output zu fahren als bei den vergangenen Rennen, was angeblich Einfluss auf die Aerodynamik habe und nicht regelkonform sei.

Die FIA führte anschließend eine Klarstellung des Regelwerks vor, Red Bull durfte das Motorenmapping-System infolge dessen nicht mehr verwenden. Es war nicht das erste Mal, dass Red Bull von der FIA zu einer Änderung gedrängt wurde. Bereits nach dem Grand Prix von Monaco musste Red Bull den Unterboden anpassen: In der Unterbodenplatte waren Löcher vorhanden, die sich laut Reglement sich dort befinden dürfen.

In Kanada soll das Team außerdem ein illegales System verwendet haben, welches erlauben soll, im Parc ferme nach dem Qualifying, wo die Rennställe eigentlich keine Änderungen am Auto vornehmen dürfen, nachträglich noch die Aufhängung der Boliden zu verstellen. Red Bull wies diese Unterstellungen energisch zurück und sieht sich im Recht, da man dieses Jahr bislang noch keine Strafe diesbezüglich erhalten habe.

Horner: "Die FIA entscheidet ob etwas legal ist oder nicht"

"Letztendlich kommt es doch nur auf die Ergebnisse nach dem Rennen und Qualifying an und darauf, dass das Auto den Regeln entspricht", sagt Teamchef Christian Horner im Rahmen des Ungarn Grand Prix gegenüber 'Autosport'. "Alles andere ist doch Bullshit."

"Am Ende entscheiden doch die FIA und die Rennkommissare darüber, ob ein Auto legal ist oder nicht", erklärt der Brite weiter. "Jedes Mal wird unser Auto aufs Neue von anderen Teams infrage gestellt und es stellte sich jedes Mal heraus, dass es den Regeln entspricht."

Red Bull ist nach wie vor der Auffassung, sich bei der Auslegung des Reglements in einer Grauzone zu bewegen. "Von HRT bis Red Bull interpretiert jedes Team die Regeln anders, ansonsten würden ja alle Autos gleich aussehen", so Horner. "Unsere Stärke ist die Kreativität und ich glaube nicht, dass man dafür kritisiert werden sollte."

Brawn: "Verantwortung liegt bei der FIA und dem Team"

Manch einer wittert schon eine Verschwörung gegen Red Bull, nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass beispielsweise in Hockenheim auch gegen Aktionen des Teams auf der Strecke vorgegangen wurde: Sebastian Vettel erhielt eine in vielen Augen zu harte 20-Sekunden-Strafe, nachdem er Jenson Buttons McLaren neben der Strecke illegal überholt haben soll und verlor seinen zweiten Platz.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn glaubt indes nicht, dass Red Bull Illegales im Schilde führt. "Jedoch ist die FIA offenbar auf etwas gestoßen, womit sie sich auseinandersetzen muss", sagt Brawn gegenüber 'Autosport'. "Sie stellt sicher, dass der Sport regelkonform durchgeführt wird. Ich weiß allerdings auch nicht mehr über das Thema als das, was auf den Internetseiten steht. Die Verantwortung liegt nun also bei der FIA und dem betroffenen Team."

Brawn kann sich selbst gut in die Situation hineinversetzen, in der sich Red Bull derzeit befindet: Das Lotus-Team hatte nämlich zu Saisonbeginn die Legalität des DRS-System, wobei der Pilot auf der Geraden mit der Hand einen Strömungsabriss erzeugen kann, von Mercedes infrage gestellt. Mercedes wurde von der FIA allerdings Recht gegeben und der deutsche Rennstall durfte das System weiter verwenden.

Fotoquelle: Red Bull

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