Christian Horner findet, dass sein Team unter Wert geschlagen wurde

Formel 1 2012

— 01.08.2012

Horner: "Sind besser als in Ungarn"

Christian Horner warnt davor, die mäßige Red-Bull-Form in Ungarn als Gradmesser heranzuziehen, und erklärt, warum man unter Wert geschlagen wurde



Red Bull blieb beim Grand Prix von Ungarn hinter den Erwartungen. Das Weltmeisterteam präsentierte sich in den vergangenen Jahren auf dem Hungaroring, wo viel Abtrieb gefragt ist, meist bärenstark, doch dieses Jahr reichte es bloß für die Plätze vier und acht durch Sebastian Vettel und Mark Webber.

Ein enttäuschendes Ergebnis, zumal Vettel durch den Batteriedefekt in Valencia und die Zeitstrafe in Hockenheim gegen seinen WM-Rivalen Fernando Alonso ins Hintertreffen geraten war und diesen verlorenen Boden in Ungarn rechtzeitig vor der Sommerpause zumindest etwas aufholen wollte. Ein Vorhaben, das nur bedingt umgesetzt wurde, denn der WM-Leader kam unmittelbar hinter Vettel als Fünfter ins Ziel und betrieb wie so oft in dieser Saison Schadensbegrenzung.

Red Bull unter Wert geschlagen?

Dennoch sieht Teamchef Christian Horner für die restliche Saison alles andere als schwarz. "Wir gehen mit einem Vorsprung von 53 Punkten in der Konstrukteurs-WM in die Sommerpause - unsere Fahrer liegen in der Fahrer-WM auf den Plätzen zwei und drei", wehrt er sich gegenüber 'Autosport' gegen Kritik, Red Bull komme diese Saison nicht so recht in Schuss. "Es sind immer noch 225 Punkte verfügbar, wir haben noch neun Rennen vor uns - ab jetzt gibt es nur noch Vollgas."

In das mäßige Ergebnis in Ungarn will er nicht zu viel hinein interpretieren: "Der Kurs ist ziemlich eigen. Es ist ermutigend, dass unser Renntempo gut war, aber Sebastians Form wurde massiv beeinträchtigt, weil er den Großteil des Nachmittags hinter Jenson Button festhing. Er verbrachte 90 Prozent des Rennens damit, das Getriebe von jemand anderem anzuschauen. Als er aber frei fahren konnte, war er sehr schnell."

Red Bull will Sommerpause nutzen

Horner gibt allerdings zu, dass sein Team auf der härteren Reifenmischung Probleme hatte. Ein unerwartetes Szenario: "Die Gründe sind schwer zu verstehen, also müssen wir die Daten noch genau studieren. Es handelt sich um einen speziellen Kurs, und McLaren sah schon vor zwölf Monaten hier schnell aus. Hoffentlich haben wir an diesem Wochenende verdammt viel gelernt, und hoffentlich können wir das bei den kommenden Rennen anwenden, obwohl diese ganz anders sind."

Schon diese Woche will man für den Saison-Endspurt die Weichen stellen: "Wir möchten die Woche vor der verpflichtenden Sommerpause gut nutzen. Dann haben alle in der Fabrik die gute Gelegenheit, ihre Batterien vor diesen verrückten drei Monaten aufzuladen."

Fotoquelle: Red Bull

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