Besonders in regnerischen Qualifyings war Ferrari dieses Jahr stark

Formel 1 2012

— 12.08.2012

Ferrari: Widrige Bedingungen kamen uns entgegen

Fernando Alonso profitierte bei zwei seiner drei Saisonsiege von schwierigen Bedingungen - Die Scuderia räumt dies ein und will sich im Trockenen nun steigern



Das Ferrari-Team hat eingeräumt, bei seinen drei Siegen in diesem Jahr von widrigen Wetterbedingungen profitiert zu haben. Speziell beim Grand Prix von Malaysia kam Fernando Alonso deutlich besser mit den Bedingungen zurecht als die Konkurrenz, ähnlich sah es bei den Rennwochenenden in Silverstone und in Hockenheim aus, wo vor allem im Qualifying teilweise chaotische Bedingungen herrschten.

"Wenn es in Malaysia trocken gewesen wäre, hätte die Geschichte natürlich ganz anders geendet", räumt Ferrari-Technikchef Pat Fry gegenüber 'Autosport' ein. "Ich denke, wir können nicht leugnen, dass das schlechte Wetter uns etwas geholfen hat."

Zuletzt in Ungarn schien Ferrari wieder den Anschluss zur Spitze verloren zu haben. Alonso startete nur von Platz sechs und machte im Rennen lediglich eine Position gut. Bei den beiden vorangegangenen Qualifyings in Silverstone und Hockenheim, die beide bei Regen stattfanden, fuhr der Spanier jeweils auf die Pole-Position. "Ich denke, dass wir jetzt nicht zu den Schnellsten im Qualifying zählen, doch in den letzten beiden Sessions zeigten wir noch eine sehr starke Leistung", weist Fry auf die erwähnten Qualifyings hin.

Zu Saisonbeginn hatte die Scuderia noch mit ihrem fehlenden Speed zu kämpfen. Der F2012 entpuppte sich als zu langsam, wodurch sich der Traditionsrennstall zur Einführung einer Vielzahl von Neuerungen gezwungen sah. Unter anderem wurde die Aerodynamik des roten Renners komplett überarbeitet. Vor allem Alonso kam im Saisonverlauf immer besser zurecht, holte als bislang einziger Pilot im Feld drei Saisonsiege und führt überlegen die WM-Wertung an. Beim Großen Preis von Belgien Anfang September will Ferrari nun ein weiteres Upgrade einführen.

"Wir müssen da jetzt einfach weiter dran arbeiten", so Fry. "Wir freuen uns darüber, wo wir momentan stehen. Teilweise sind wir mit Hilfe des Wetters dorthin gekommen, doch andererseits sind die Bedingungen auch für alle gleich. Man muss das Beste draus machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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