Valtteri Bottas möchte bei Williams vom Test- zum Einsatzfahrer aufsteigen

Formel 1 2012

— 14.08.2012

Bottas hofft auf "lange Karriere bei Williams"

Testfahrer Valtteri Bottas sieht sich langfristig bei Williams, will in der kommenden Saison aber auf jeden Fall wieder Rennen fahren



Von allen Testfahrern in der Formel 1 ist Valtteri Bottas in dieser Saison derjenige, der die meisten Kilometer abspult. Bereits bei acht der elf Grands Prix fuhr der junge Finne im ersten Freien Training den Williams von Bruno Senna und konnte so wichtige Erfahrungen sammeln. Dazu kam der 22-Jhrige auch beim Young-Driver-Test in Silverstone reichlich zum Fahren. Bei seinen bisherigen Einstzen wusste der amtierende Meister der GP3 zu berzeugen.

Bottas war teilweise schneller als sein Teamkollege Maldonado, wobei die Zeiten aufgrund der unterschiedlichen Programme am Freitagmorgen nur bedingt miteinander verglichen werden knnen. Wichtiger ist jedoch, dass Bottas nur wenige Fehler macht, was ihm im Team groe Anerkennung einbrachte. Vor allem Toto Wolff, der vor Kurzem zum geschftsfhrenden Direktor des Teams ernannt wurde, ist vom Finnen mehr als berzeugt. "Valtteri ist mit Sicherheit sehr talentiert und wir sind happy, dass wir ihn im Team haben", hatte Wolff krzlich gegenber 'Motorsport-Total.com' gesagt.

Auch Bottas fhlt sich im Team sehr wohl: "Ich geniee die Arbeit mit den Leuten und Frank treibt das gesamte Team an", wird Bottas von 'Autosport' zitiert. "Es ist ein Team mit einer groen Geschichte. Ich bin jetzt im dritten Jahr bei ihnen und fhle mich schon wie zu Hause." Daher denkt der 22-Jhrige derzeit nicht an einen Wechsel zu einem anderen Team, sondern hofft darauf, auch sein Renndebt in der Formel 1 bei Williams zu geben: "Es wre ideal, wenn ich hier beleiben knnte. Ich hoffe auf eine lange Karriere bei Williams."

Talent alleine reicht nicht aus

Bottas spekuliert darauf, das Team mit seinen guten Leistungen als Testfahrer zu berzeugen: "Bestenfalls will dich das Team verpflichten, weil sie wissen, dass du schnell bist." Allerdings ist der Finne realistisch genug, um zu wissen, dass Talent alleine als Eintrittskarte in die Formel 1 nur in den seltensten Fllen ausreicht. "Finanzielle Untersttzung hilft dir dabei nun einmal, so ist das in unserem Sport. Daher arbeiten wir auch auf diesem Gebiet, denn es ist ein Bonus fr das Team und erhht deine Chancen auf dem Fahrermarkt."

Wie gro seine Chancen darauf sind, schon im kommenden Jahr ein Renncockpit bei Williams zu ergattern, vermag Bottas nicht zu sagen: "Das ist schwierig zu sagen, ich wei es wirklich nicht. Die Saison ist erst zur Hlfte gelaufen, und die Teams haben noch eine Menge Zeit, um ihre Entscheidungen zu treffen", meint der Finne. "Ich kann nichts ausschlieen." Spekulationen, nach denen Bottas noch in dieser Saison Senna ablsen knne, hatte Wolff unlngst dementiert, indem er einen Fahrerwechsel "definitiv" ausschloss.

2013: Formel 1 oder Renault-World-Series

Ob nun in der Formel 1 oder nicht: Nach einem Jahr als Ersatzfahrer mchte Bottas in der kommenden Saison auf jeden Fall wieder Rennen fahren. Sollte es mit der Knigsklasse nicht funktionieren, kmen fr den 22-Jhrigen nur zwei Serien in Frage: "Es gbe in dieser Situation nur zwei Optionen fr mich, das wre die GP2 oder die Renault-World-Series (WSbR). Das sind die beiden strksten Meisterschaften, auerdem sind die Autos richtig schnell."

Dabei hat er jedoch schon eine klare Prferenz: "In der GP2 wre es nicht mglich, das Freitagstraining zu fahren, aus diesem Grund haben wir uns in diesem Jahr dagegen entscheiden. Die World Series ist auf jeden Fall eine gute Option." Damit wrde Bottas voll im Trend liegen. Schon seine Testfahrer-Kollegen Jules Bianchi (Force India) und Sam Bird (Mercedes) wechselten vor dieser Saison von der GP2 in die WSbR, um sich an den Grand-Prix-Wochenenden voll auf die Arbeit mit dem Formel-1-Team zu konzentrieren. Whrend die Rennen der GP2 stets im Rahmenprogramm der Formel 1 stattfinden, trgt die WSbR ihre Rennwochenenden zeitversetzt aus.

Fotoquelle: xpbimages.com

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