Adrian Newey schätzt die Rolle des Motors in der Saison 2014 sehr hoch ein

Formel 1 2012

— 20.08.2012

Entscheidet 2014 der Motor über den Sieg?

Adrian Newey erwartet 2014 durch das neue Motoren-Reglement große Verschiebungen: "Es könnte auf eine Motoren-Meisterschaft hinauslaufen."



Die aktuellen Formel-1-Motoren sind, zumindest sprichwörtlich gesehen, Auslaufmodelle. Nach Abschluss der nächsten Saison werden die 2,4-Liter-V8-Saugmotoren ausrangiert und ab dem Jahr 2014 durch 1,6-Liter-V6-Turbomotoren abgelöst. Zuletzt wurde das Motoren-Reglement im Jahr 2006 grundlegend geändert, als der Hubraum von 3.000 auf 2.400 ccm und die Zylinderanzahl von zehn auf acht limitiert wurde.

Die kommende Umstellung ist jedoch weitaus umfangreicher, weshalb die Hersteller schon seit Langem an den neuen Motoren arbeiten. Trotz der langen Vorbereitungszeit geht Red-Bull-Designer Adrian Newey davon aus, dass es im ersten Jahr größere Leistungsunterschiede bei den Motoren geben wird. "2014 wird es Verschiebungen bei der Motorleistung geben", wird Newey von 'Autosport' zitiert. Das betrifft nicht nur die eigentliche Antriebseinheit, sondern auch die verschiedenen Systeme, die damit verbunden sind."

"Es ist möglich, dass ein Hersteller das deutlich besser löst als die anderen", glaubt Newey. Das könnte sich seiner Meinung nach entscheidend auf das Kräfteverhältnis in der Formel 1 auswirken. "Dann könnten die Autos dieses Herstellers im Feld vorne stehen. Es könnte auf eine Motoren-Meisterschaft hinauslaufen", befürchtet Newey. Auch aus einem weiteren Grund glaubt der Brite, dass die Motorleistung 2014 noch entscheidender sein wird: "Die Regeln bezüglich der Aerodynamik des Chassis sind noch restriktiver als die jetzigen."

Daher könnte eine innovative Lösung bei der Umsetzung der neuen Regeln ein signifikanter Vorteil sein. Der Erbauer der WM-Autos von Sebastian Vettel liefert ein Beispiel: "Die Installation des Motors ins Chassis ist etwas, an dem die Teams zusammen mit den Motoren-Herstellern arbeiten werden. Wir müssen abwarten, ob dort jemand eine völlig neue Lösung entwickelt und sich somit einen Vorteil verschafft."

Neben den Renault, Mercedes und Ferrari entwickelt derzeit der frühere BAR-Teamchef Craig Pollock mit seinem Unternehmen PURE neue Formel-1-Motoren. Allerdings der weitere Fortgang des PURE-Projekts wegen finanzieller Schwierigkeiten unklar, während Cosworth die Formel 1 verlassen wird.

Fotoquelle: Red Bull

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