Monisha Kaltenborn ist seit 2010 Teamchefin bei Sauber

Formel 1 2012

— 21.08.2012

Sauber: "Müssen an unserer Konstanz arbeiten"

Monisha Kaltenborn ist mit der Entwicklung Saubers zufrieden und sieht ihr Team auf einem guten Weg: "Müssen an der Effizienz arbeiten"



Sauber belegt derzeit Platz sechs in der Teamwertung der Formel 1, was nicht zuletzt durch die beiden Podiumsplätze von Sergio Perez in Malaysia und Kanada zustande kam. Der Mexikaner hatte in Sepang sogar realistische Chancen auf den Sieg, hätte er sich nicht wenige Runden vor Schluss auf seiner Aufholjagd auf den späteren Sieger Fernando Alonso von der Strecke gerutscht.

Im Jahr 2009 erlebte der Schweizer Rennstall, der seit 1993 in der Formel 1 an den Start geht, einen Umbruch: BMW zog sich nach vier Jahren als Motorenpartner aus der Formel 1 zurück, das Team stand vor dem Aus. Teamgründer Peter Sauber, der sich eigentlich aus der Königsklasse zurückgezogen hatte, kaufte daraufhin das Team zurück und schickte es als Privatrennstall wieder an den Start.

Während man 2010 und 2011 jeweils lediglich 44 Punkte sammelte, hat Sauber in diesem Jahr nach Saisonhalbzeig bereits 80 Punkte auf dem Konto, die Tendenz ist eher steigend als fallend. Als besonders stark entpuppten sich die C31-Boliden von Perez und Kamui Kobayashi in den Rennen, wohingegen es in den Qualifyings noch Nachholbedarf gibt.

Im Vorjahr stellte sich bei Sauber während der Saison ein klarer Abwärtstrend ein, was vor allem auf die Tatsache zurückzuführen war, dass die Schweizer auf die Entwicklung eines angeblasenen Diffusors verzichteten, der zum Ende des Jahres verboten werden sollte. Dadurch hatte Sauber im Saisonverlauf einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

"Wir wurden letztes Jahr oftmals gefragt, warum wir den Doppeldiffusor nicht einsetzten, aber dieses Jahr werden wir uns Fragen dieser Art denke ich nicht stellen lassen müssen", so Monisha Kaltenborn, die 2010 bei Sauber den Posten der Geschäftsführerin übernahm, gegenüber 'Autosport'.

Ein ähnliches Verbot wie im Vorjahr gibt es auch 2012, jedoch geht es dieses Mal um das Doppel-DRS, ein System, welches einen Strömungsabriss am Formel-1-Boliden erzeugt, der dadurch auf den Geraden bei aktiviertem DRS noch schneller wird. McLaren hat bereits angekündigt, das System trotz des anstehenden Verbots zu testen, hinter einem Einsatz in der zweiten Saisonhälfte steht allerdings weiterhin ein Fragezeichen.

"Ich denke nicht, dass wir uns in der zweiten Saisonhälfte ähnliche Gedanken über die technische Situation machen müssen", vergleicht Kaltenborn die Situation mit dem Vorjahr. "Wir bereuen auch nicht, dass wir es letztes Jahr nicht umgesetzt haben. Wir haben für unsere Chancen gearbeitet und sie uns mehr als verdient."

Mit dem bisherigen Saisonverlauf sei man insgesamt zufrieden und müsse sich das Gesamtbild anschauen: "Für uns begann dieses Gesamtbild Ende 2009, als es einen großen Umbruch gab, da wir wieder ein Privatteam wurden", so Kaltenborn. "Sich auf dieser Basis dann Schritt für Schritt mit unerfahrenen Piloten wie wir sie haben zu verbessern und dann über ein so konkurrenzfähiges Auto zu verfügen, ist eine gute Entwicklung."

Das Ende vom Lied sei dabei noch lange nicht erreicht: "Wir befinden uns in einer Lernkurve", so die Österreicherin. "Wir haben junge Fahrer, die sich durchsetzen müssen und manchmal machen wir Fehler. Doch das gehört alles dazu." Wichtig sei, zu wissen, inwiefern man sich verbessern kann: "Wir müssen effizienter werden", stellt die indischstämmige Unternehmerin fest. "Wir wissen, dass wir bei jedem Rennen in die Punkte fahren können und daran müssen wir arbeiten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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