Eine innige Beziehung: Lewis Hamilton (rechts) und Martin Whitmarsh

Formel 1 2012

— 22.08.2012

Whitmarsh rollt Hamilton den roten Teppich aus

Der McLaren-Teamchef rechnet mit einer baldigen Einigung auf einen neuen Vertrag und hält seinen Piloten mental für stärker als je zuvor - Ehrgeiz als große Stärke



Wenige Teams und Fahrer pflegen eine so intensive Beziehung wie McLaren und Lewis Hamilton. Daran scheinen auch die seit Monaten nicht verstummen wollenden Gerüchte über einen Wechsel nichts zu ändern. Überhaupt sieht Martin Whitmarsh die Lage entspannt: "Die Vertragssituation ist doch ziemlich klar: Wenn Lewis im Team bleiben will, was er mit gesagt hat, soll er das tun. Und wenn wir ihn halten wollen, dann sollten wir das tun", erklärt der Teamchef gegenüber 'Autosport'.

Die Schlussfolgerung ist entwaffnend logisch und legt nahe, dass auch 2013 ein gelber Helm aus dem "Chrompfeil" ragt: "Wenn die Antwort auf beide Fragen 'ja' lautet, dann ist alles machbar", so Whitmarsh weiter. Der Brite glaubt, Hamilton einschätzen zu können und auf eine Einigung zuzusteuern: "Lewis und ich haben zwei oder drei Mal ausführlich darüber gesprochen. Wir sind näher dran als je zuvor und ich kenne ihn, seitdem er elf Jahre alt ist", sagt Whitmarsh.

Verhandlungen belasten Beteiligte nicht

Sollten sich die Verhandlungen, bei denen Hamilton bereits an McLaren-Traditionen zu rütteln und das Überlassen der Pokale an das Team zu stürzen versuchte, weiter andauern, wäre das kein sportliches Problem: "Du wirst an einem Wochenende ein paarmal danach gefragt und es interessiert die Leute natürlich", gibt sich Whitmarsh abgeklärt."Unsere Gespräche gingen darum, wie es uns gelingen könnte, andere Teams zu schlagen und Rennen zu gewinnen."

Der Entwicklung Hamiltons kann Whitmarsh viel Positives abgewinnen. Er erwähnt die mentale Verfassung, die Konzentration und das Selbstbewusstsein, aber auch große Herausforderungen, denen der Ex-Weltmeister gegenüberstand. "Ich denke, er ist in einer weitaus stärkeren Position als in der vergangenen Saison", bemerkt der 54-Jährige und nennt das Jahr 2011 "gemessen an Hamiltons außergewöhnlich hohen Standards sicher nicht eines der besseren".

Hamiltons Schwächen sind auch seine Stärken

Hamilton scheint bei McLaren auch deshalb gut aufgehoben zu sein, weil man ihm in Woking seine Eigenheiten zugesteht und darin die Vorzüge erkennt, die ihn in starken Momenten auszeichnen. "Er hat einige interessante Zyklen durchlaufen und das war für diejenigen von uns, die ihn seit vielen Jahren gut kennen, interessant", bemerkt Whitmarsh. "Obwohl das nicht heißt, dass bei ihm alles rund läuft: Er ist mental stärker und erfahrener als je zuvor."

Im Gegensatz zu manchem Experten im Fahrerlager sieht der Teamchef eine Stärke Hamiltons darin, dass er sich mit zweiten Plätzen nicht zufrieden gibt und hohe Ansprüche an sich sowie das Team stellt. "Er ist ein leidenschaftlicher Fahrer, der Rennen gewinnen will, und ich wäre besorgt, würde er diese Charaktereigenschaften nicht ausleben", stärkt Whitmarsh Hamilton den Rücken.

Fotoquelle: xpbimages.com

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