Nelson Piquet junior fühlt sich von den brasilianischen Medien unfair behandelt

Formel 1 2012

— 23.08.2012

Nelson Piquet junior fühlt sich missverstanden

Nelson Piquet junior fühlt sich nach Äußerungen über Emerson Fittipaldi und Ayrton Senna missverstanden - "Sie wurden völlig aus dem Zusammenhang gerissen"



Ex-Formel-1-Pilot Nelson Piquet junior fühlt sich nach Meldungen in den brasilianischen Medien missverstanden und sieht Äußerungen seinerseits aus dem Zusammenhang gegriffen. Der Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters hatte erklärt, dass sein Vater nach der Karriere eine Laufbahn als Unternehmer eingeschlagen hätte, während es Emerson Fittipaldi vorgezogen hätte, weiterhin an seinem öffentlichen Image zu arbeiten.

Dem ehemaligen Renault-Piloten, der nach der Saison 2009 beim französischen Hersteller entlassen wurde, wurde daraufhin unterstellt, sich abwertend über Fittipaldi geäußert zu haben, obwohl er die Absicht nach eigenen Angaben keinesfalls gehabt hätte. "Ich führte Emerson Fittipaldi nur als Beispiel auf", so Piquet junior gegenüber 'Yahoo Esportes Brazil'. "Ich habe nirgendwo gesagt, dass der eine besser sei als der andere."

Bei einer weiteren Äußerung ging es um die Rennlegende Ayrton Senna. Piquet junior hatte erklärt, daran zu zweifeln, dass Senna ähnliche Erfolge gehabt hätte wie sein Vater, wenn er zehn Jahre früher in der Formel 1 gefahren wäre. Piquet senior fuhr zwischen 1978 und 1991 in der Formel 1, Senna zwischen 1984 und 1994, als er in Imola tödlich verunglückte.

"Es waren aber andere Zeiten in denen sie fuhren", rechtfertigt sich Piquet junior. "Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre war die Zuverlässigkeit der Autos viel schlechter und die Fahrer mussten technisch viel mehr Arbeit leisten. Es war kein Zufall, dass mein Vater die Reifenwärmer, die aktive Aufhängung, sowie die Turbomotoren mitentwickelte, Dinge, die heute jeder kennt."

Piquet junior, der heute in der NASCAR-Serie fährt, wo er am Wochenende erstmals gewann, wolle damit nicht die Leistung Sennas schmälern, sondern vielmehr die Leistungen seines Vaters würdigen, der 1980 bei Brabham intensiv bei der Entwicklung der neuen Turbomotoren mitwirkte: "Senna kam etwas später in die Formel 1 und konnte fast die ganze Zeit Vollgas fahren, ohne wirklich Dinge weiterentwickeln zu müssen."

"Ayrton war ein superschneller Fahrer, in dieser Hinsicht der beste, den es je gab", lobt Piquet junior seinen verstorbenen Landsmann. "Doch er verfügte nicht über das mechanische Repertoire der vorangegangenen Generation und musste sich nicht so sehr darum kümmern, das Getriebe oder den Motor zu schonen. So habe ich das gemeint, ganz unmissverständlich."

Obwohl Nelson Piquet senior genau wie Senna drei Mal Weltmeister wurde, wurde er in seiner Heimat nie so verehrt wie sein charismatischer Landsmann. Dies mag daran liegen, dass er sich zu seiner aktiven Zeit häufig negativ über seine Kontrahenten äußerte. Nach eigenen Angaben um die Rivalität zu intensivieren.

Fotoquelle: xpb.cc

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