300 Formel-1-Rennen: Da reibt sich selbst "Schumi" etwas ungläubig die Augen ...

Formel 1 2012

— 30.08.2012

300 "Schumi"-Rennen: "Ein riesiger Meilenstein"

Die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton zeigen sich sehr fasziniert vom 300. Rennjubiläum Michael Schumachers in Spa



Als Michael Schumacher 1991 seine ersten Meter in einem Formel-1-Auto zurücklegte, bewegten manche seiner heutigen Konkurrenten gerade einmal einen Bobbycar. Und an diesem Wochenende werden sie Zeugen, wie "Schumi" die Routine eines Formel-1-Grand-Prix bereits zum 300. Mal erlebt. Wieder einmal fällt ein besonderes Jubiläum des Deutschen auf das Rennen in Spa-Francorchamps.

Dort hatte Schumacher einst sein erstes Rennen (1991) absolviert, den ersten Sieg (1992) geholt und - unter anderem - auch seinen siebten Titelgewinn (2004) besiegelt. Und jetzt ziehen seine Gegner den Hut vor 300 Grands Prix. "Wenn du ihn siehst, hältst du es nicht für möglich", sagt Jenson Button. "Er sieht immer noch jung und kampfeslustig aus, hat aber inzwischen auch ein paar graue Haare."

Ein kleines Lächeln kann sich der McLaren-Pilot nicht verkneifen, ehe er ernsthaft hinzufügt: "Michaels Leistung ist einfach unglaublich, aber sein Ziel war es ganz sicher nicht, 300 Rennen zu fahren - sieben Weltmeisterschaften zu gewinnen schon eher. Mit seiner gegenwärtigen Anzahl Rennen hat er nur noch seinen ehemaligen Teamkollegen Rubens Barrichello vor sich", erklärt Button.

"Auf mich macht er den Eindruck, dass er nach wie vor Spaß am Rennfahren hat. So gesehen ist es gut, dass er nach wie vor in der Startaufstellung steht", meint der Weltmeister von 2009. Auch Lewis Hamilton, Buttons Teamkollege bei McLaren, freut sich für Schumacher. "Ich finde es beeindruckend, dass er immer noch mit solchem Ehrgeiz dabei ist. Das ist schon sehr besonders", sagt Hamilton.

"Ich selbst habe mal gerade ungefähr einhundert Grands Prix absolviert. 200 mehr kann ich mir kaum vorstellen. Das ist eine unglaubliche Marke, ein riesiger Meilenstein. Er hat diese Zahl erreicht, obwohl es in früheren Jahren nicht so viele Rennen gab wie jetzt. Das unterstreicht, wie lange er dabei ist. Selbst für jemanden wie ihn, der so viel erreicht hat, ist dies noch einmal ein besonderer Status."

Einen, den Button vielleicht selbst einmal erreichen wird. "Es gibt keinen Grund, weshalb das nicht klappen könnte", meint der Formel-1-Routinier, der in Belgien bei 223 Formel-1-Starts steht. Button rechnet: "Das würde bedeuten, ich müsste noch viereinhalb Jahre fahren. Ja, das ist möglich. Ich weiß aber natürlich nicht, wie ich in ein paar Jahren darüber denke." Es komme auf seine Motivation an.

"Im Augenblick ist dieser Hunger noch vorhanden. Wenn ich diesen Hunger verliere, dann werde ich aufhören", erklärt der McLaren-Fahrer und merkt an: "Wenn ich mich in einer Position befinde, aus der ich zurücktreten kann, dann wäre das das optimale Szenario. Es ist aber noch eine ganze Weile hin, bevor ich beginnen muss, darüber nachzudenken." Ob "Schumi" dann immer noch am Start ist?

Fotoquelle: xpbimages.com

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