Teamchef Peter Sauber stellt klar: "Uns kann man nicht kaufen!"

Formel 1 2012

— 31.08.2012

Sauber: "Uns kann man nicht kaufen"

Peter Sauber und Monisha Kaltenborn unterstreichen, dass ihr Team nicht zum Verkauf steht - Aussage von Sponsor Carlos Slim sorgt für Wirbel



Dass Sauber - wie die meisten anderen Nicht-Topteams der Formel 1 - finanziell unter Druck steht, ist im Paddock kein Geheimnis. Doch anhaltende Gerüchte, wonach vor allem der 68-jährige Teamchef Peter Sauber seine Anteile verkaufen möchte, dementieren die Schweizer entschieden: "Wir sind nicht auf der Suche nach einem Käufer", unterstreicht Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn, und Sauber selbst betont im 'Blick': "Uns kann man nicht kaufen!"

Anlass für die in Spa-Francorchamps erneut aufkeimenden Spekulationen ist eine Aussage von Carlos Slim jun., dem Telmex-Geschäftsführer, der Sergio Perez am liebsten schon 2013 bei Ferrari platzieren würde. Doch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, so berichtet der 'Blick', lässt Slim zappeln - und dem reißt nun die Geduld: "Wenn die mich weiter warten lassen, dann ist die Sache einfach. Ich rufe Monisha Kaltenborn an, kaufe das ganze Team und gründe eine Scuderia Mexiko", wird der Geschäftsmann von 'F1i.com' zitiert.

Doch bei Sauber zweifelt man daran, ob der Sponsorenpartner das je so gesagt hat: "Ich kann es fast nicht glauben, dass Slim das so gesagt hat", wundert sich der Teamchef, schränkt aber ein: "Möglich ist in dieser Welt voller Gerüchte alles." Und Kaltenborn ergänzt im Blick: "Ich habe bis jetzt keinen Anruf gekriegt. Wir gehen unseren Weg, haben unsere Ziele und tragen gegenüber 300 Mitarbeitern eine Verantwortung."

Obwohl es im März in Genf ein Treffen zwischen Peter Sauber und Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn gegeben hat, unterstreicht Kaltenborn erneut: "Wir sind nicht auf der Suche nach einem Käufer." Viel verlockender sei der Gedanke - "so konkurrenzfähig, wie wir sind, und mit unseren Möglichkeiten, insbesondere im Bereich der Infrastruktur" -, das Team ohne externen Investor nach vorne zu bringen. Zumindest sportlich befindet man sich diesbezüglich auf einem guten Weg.

Wirtschaftlich gesehen ist die Situation in Hinwil dem Vernehmen nach seit Monaten angespannt. Dass man sich einen großen Sponsor wünschen würde, liegt auf der Hand: "Wir arbeiten hart daran. Ich hoffe, es passiert schon bald", sagt Kaltenborn und räumt ein: "Natürlich haben wir Schwächen, besonders im finanziellen Bereich. Wenn du ganz nach vorne kommen willst, suchst du immer nach einem starken Partner."

Aber: "Partner muss nicht zwingend bedeuten, dass sich jemand in die Firma einkauft. Wir hatten sehr starke Partner wie Petronas, die keine Anteile am Team hatten. Was gut für uns wäre, wäre ein Partner, der uns die nötige Finanzierung und das Vertrauen entgegenbringen kann, um uns den nächsten Schritt nach vorne zu ermöglichen. Denn ich glaube, das ist der Bereich, in dem es uns am meisten an etwas fehlt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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