Lewis Hamilton hatte im Qualifying von Spa nicht unbedingt seinen Spaß

Formel 1 2012

— 01.09.2012

Hamilton: "Desaster" mit dem falschen Heckflügel

Der McLaren-Pilot vertraute im Gegensatz zu seinem Teamkollege Jenson Button auf das alte Modell und war damit auf den Geraden hoffnungslos unterlegen



An den Mikrofonen und Diktiergeräten der Journalisten zeigt sich Lewis Hamilton sonst immer auskunftsfreudig, am Samstagnachmittag in Spa Francorchamps war dem Briten jedoch eine Laus über die Leber gelaufen. Oder besser gesagt: ein Heckflügel. Dass ihn auf Rang acht 0,821 Sekunden von Jenson Button auf der Pole-Position trennten, führt Hamilton darauf zurück, dass er und seine Crew sich für die alte Version des Teils entschieden und damit einen folgenschweren Fehler begingen.

Frage: "Lewis, wie war dein Qualifying?"
Lewis Hamilton: "Es war ein Desaster für mich. Aber wir sind noch immer in den Top 10 und müssen Schadensbegrenzung betreiben. Ich gratuliere Jenson zu seiner ersten Pole-Position für das Team. Ich dachte, er hätte schon mehrere. Für ihn ist es ein großartiger Start in die zweite Saisonhälfte."

Sichere Wahl? Pustekuchen!

Frage: "Habt ihr die falsche Strategie gewählt?"
Hamilton: "Wir hatten nicht den richtigen Flügel am Auto. Wir haben den falschen, nämlich den alten Flügel gewählt. Jenson hatte einen anderen, den neuen, und der hat sich offensichtlich als fantastisch herausgestellt. Es war eine gemeinsame Entscheidung. Mit dem, was wir erreicht haben, haben wir alles herausgeholt."

"Ich habe auf meiner schnellen Runde nichts falsch gemacht. Der neue Flügel, den wir für diese Strecke und für Monza gebracht haben, hatte bei mir am Vormittag nicht gut funktioniert. Wir haben daraufhin entschieden, zurückzubauen und haben das für eine sichere Wahl gehalten. Ich konnte die Zeit, die ich auf den Geraden verloren hatte, nicht kompensieren. Es ist aber gut für Jenson und ich hoffe, dass er die maximale Punktzahl mitnimmt."

Hamilton befürchtet langweiliges Rennen

"Mir wurde gesagt, dass der Unterschied zwischen den Flügeln nicht so groß sei, deshalb ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen mir und Jenson schon eine Überraschung. Es hieß, in der Qualifikation sollte mein Flügel der schnellere sein und im Rennen dann langsamer. Aber aus irgendeinem Grund habe ich eine Sekunde verloren."

Frage: "Aber du bist doch vor Mark Webber, Sebastian Vettel und Michael Schumacher. Das klingt doch gar nicht schlecht."
Hamilton: "Ich rechne mit einem ziemlich langweiligen Rennen. Zumindest für mich."

Frage: "Fernando Alonso ist auch nicht unbedingt weit vorne."
Hamilton: "Daran denke ich nicht. Ich denke daran, dass der Heckflügel an Jensons Auto großartig funktioniert und wir die Plätze eins und zwei für das Team hätten einfahren können. So war das nicht möglich, aber ich gebe morgen alles. Es wird ein interessanter WM-Lauf und die Autos, die normalerweise im Rennen schnell sind, werden wieder auf der Höhe sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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