Fernando Alonso möchte den Vorsprung in der WM weiter ausbauen

Formel 1 2012

— 01.09.2012

Ferrari: Alonso solide, Massa enttäuscht

Fernando Alonso startet in Spa lediglich als Fünfter, steht aber vor seinen direkten WM-Konkurrenten - Felipe Massa startet von Platz 14



Durch das schlechte Wetter am Freitag hatten die Teams in Spa-Francorchamps am Samstag viel Arbeit vor sich. Die Programme, die man in den insgesamt vier Stunden absolvieren wollte, mussten in die eine Stunde am Samstag gepackt werden. Ferrari, die mit neuen Teilen anreisten, spielte das nicht in die Karten. Dennoch fuhr Fernando Alonso als Sechstschnellster ein ordentliches Qualifyingergebnis ein und wird vor den beiden Red Bulls das Rennen aufnehmen. Durch die Strafe für Pastor Maldonado rückt er sogar auf Position fünf vor. Teamkollege Felipe Massa unterlag erneut klar: Startplatz 14 für den Brasilianer.

"Der sechste Startplatz trifft in etwa den Durchschnitt der bisherigen Qualifyings in diesem Jahr, der genau genommen 6,08 beträgt", analysiert Alonso. "Deswegen sind wir nicht besonders überrascht. Am Sonntag läuft es für gewöhnlich besser als am Samstag. Deswegen können wir zuversichtlich sein, besonders weil meine engsten Rivalen hinter mir stehen. Ein anderer, Kimi, ist nicht so weit vor mir. Wenn sich das Ergebnis morgen wiederholen könnte, würde ich sofort zustimmen."

Alonso peilt das Podium an

"Das Podium ist unser Ziel, ein Sieg ist sicher nicht möglich. Es ist wahr, dass es ein absolut offenes Rennen sein wird, besonders weil hier das Überholen recht einfach ist. Der Fakt, dass wir keine Daten von den Reifen haben, ist kein Hindernis. Da geht es allen recht ähnlich. Wir kennen beide Mischungen gut. Ich erwarte keine Probleme damit. Entscheidender ist der Fakt, dass wir das Auto gestern nicht optimieren konnten, weil wir nicht zum Fahren kamen. Doch auch da sitzen alle im gleichen Boot", erkennt der Spanier. "Das könnte die Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrern der Teams erklären."

"Die Updates haben uns beim Topspeed geholfen. Das ist gut, auch mit Blick auf Monza, wo wir in ein paar Tagen fahren werden. In der Meisterschaft geht es sehr eng zu und wenn man nicht alles perfekt macht, findet man sich im Hinterfeld wieder", warnt Alonso. "Deswegen zählen auch die kleinsten Dinge. Wir versuchen, selbst bei den kleinsten Details hochkonzentriert zu sein."

Massa mit Problemen im zweiten Sektor

"Bereits am Morgen habe ich im zweiten Sektor Probleme gehabt. Nach dem dritten Freien Training haben wir einige Veränderungen vorgenommen, mit denen sich die Situation aber nicht allzu sehr verändert hat. Ich kann in diesem Teil der Strecke nicht richtig fahren. Ich spüre, wie das Auto rutscht, weil aerodynamischer Abtrieb fehlt. Fernando hat auch an einigen Stellen zu kämpfen, aber deutlich weniger als ich. Im ersten und dritten Sektor war ich aber recht konkurrenzfähig, auch im Vergleich zu meinem Teamkollegen", so Massa.

"Durch die Schwierigkeiten im zweiten Sektor hatte ich Sorgen wegen dem Reifenverschleiß, besonders weil wir durch das schlechte Wetter gestern keine Daten sammeln konnten. Ich kann heute definitiv nicht zufrieden sein, muss mich nun aber aufs Rennen konzentrieren", erklärt Massa. "Es ist immer noch alles möglich, besonders auf einer Strecke, auf der Überholen möglich ist. Zudem gibt es viele Unbekannte, wenn es um das Verhalten des Autos geht. Wir können Überraschungen nicht ausschließen."

"Das Ergebnis dieses Qualifyings muss vorsichtiger denn je beurteilt werden", warnt Teamchef Stefano Domenicali. "Die drei Sessions haben viele Überraschungen und eine ungewöhnliche Startaufstellung hervorgebracht. Startplatz sechs für Fernando ist eine gute Ausgangsbasis für das Rennen, auf der wir aufbauen können. Für Felipe, der aus der siebten Reihe ins Rennen geht, wird der Sonntag härter. Dennoch ist für ihn noch nicht alles verloren. Ein Platz in den Top 10 ist möglich. Die Punkte wären für die Konstrukteursmeisterschaft sehr wichtig."

"Es gibt keine bessere Strecke, die die Hierarchie vom Samstag auf den Kopf stellen könnte. Deswegen ist es nahezu unmöglich, Prognosen abzugehen. Wir müssen das Rennen mit dem gleichen Willen angehen, wie wir es bisher gemacht haben. Wir müssen das Maximum aus unserem Paket herausholen und Chancen nutzen. Natürlich kann sich im Rennen niemand sicher sein, weil es gestern nicht möglich war, die Reifenmischungen auf einem Longrun zu vergleichen. Das ist eine weitere Unbekannte im Rennen", bemerkt Domenicali.

Fry lobt Pirelli

"Es ist nie einfach, das Qualifying anzugehen, ohne die drei Trainingsstunden vom Freitag zu haben", stellt Pat Fry fest. Der Technische Direktor von Ferrari weiß, dass eine Stunde einfach zu wenig war. "Sicher kam das gute Wetter am Morgen zurück, doch eine Stunde ist deutlich zu wenig Zeit, vor allem, wenn man so viele neue Elemente testen möchte. Wir haben die wichtigsten Dinge getestet und einige Entscheidungen anhand der Daten und Simulationen getroffen. Sicher konnten wir das gesamte Paket aber nicht optimieren."

"Dieser Kurs fordert, genau wie der in Monza, auf dem wir kommende Woche fahren werden, ein recht ungewöhnliches Abtriebslevel. Es unterscheidet sich von der Mehrheit der Kurse im Kalender. Deswegen kommt es recht schnell zu Veränderungen der Kräfteverhältnisse - besonders im Qualifying. Das hat sich heute wieder bewahrheitet", hält Fry fest.

"Im Vorjahr gab es hier Probleme mit Blasenbildung, doch ich denke, dass Pirellis Auswahl unsere Erwartungen perfekt getroffen hat. Es zeigt, dass das Unternehmen aus Mailand wirklich gut arbeitet", lobt er. "Ich denke, morgen werden wir ein unvorhersehbares und interessantes Rennen sehen. Der Ausgang wird sehr schwierig vorherzusagen sein. Wir werden wie immer unser Bestes geben. Wenn wir keine Fehler machen, können wir ein gutes Ergebnis erzielen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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