Michael Schumacher konnte mit dem W03 in Spa nicht mehr ausrichten

Formel 1 2012

— 02.09.2012

Mercedes: Es sollte nicht sein

Michael Schumacher kommt beim 300. Grand Prix nicht über Platz sieben hinaus - Nico Rosberg verpasst die Punkte als Elfter knapp



In Spa-Francorchamps richteten sich die Blicke auf Michael Schumacher, der sein 300. Formel-1-Rennen fuhr. Nach dem Start kämpfte sich der Deutsche bis auf Position zwei vor, musste dann aber durch eine unglückliche Strategie und ein Getriebeproblem nachgeben. Teamkollege Nico Rosberg kämpfte sich mit seinem W03 immerhin bis auf Platz elf vor. Mehr war dieses Mal nicht drin.

"Mein 300. Formel 1-Rennen hat mir viel Spaß gemacht, auch weil es einige spannende Zweikämpfe gab", bemerkt Schumacher. "Letztlich müssen wir realistisch sein - angesichts meines Startplatzes ist ein Punkteresultat nicht schlecht, obwohl man natürlich auf mehr hofft, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt des Rennens auf Platz zwei liegt. Andererseits war das Resultat besser als erwartet."

"Zu Beginn des Rennens sah es recht gut für uns aus und wir folgten unserer Ein-Stopp-Strategie. Dieser Plan ging jedoch nicht ganz auf. Und daher haben wir uns zu einem weiteren Wechsel auf frische Reifen entschieden, um dann noch einmal damit anzugreifen. Wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre ich meiner Meinung nach weiter zurückgefallen. Aber nachdem ich den sechsten Gang verloren hatte, konnte ich leider nicht mehr attackieren. Das verschieben wir jetzt auf das kommende Wochenende in Monza", so der Routinier.

Rosberg geht leer aus

"Das war ein ereignisreiches, aber letztlich enttäuschendes Wochenende für uns", bedauert Rosberg. "Es ist schade, dass ich die Punkteränge um einen Platz verpasst habe. Ohne den Getriebewechsel und die Strafe hätte ich an diesem Wochenende wahrscheinlich ordentlich punkten können. Ich hatte einen guten Start und verbesserte mich um zehn Positionen bis ins Mittelfeld. Wir fuhren eine Ein-Stopp-Strategie - ich musste das Risiko eingehen, um nach vorne zu gelangen, aber es zahlte sich nicht aus und wir mussten am Ende noch einmal hereinkommen. Jetzt freue ich mich auf Monza, wo wir am kommenden Wochenende alles für ein besseres Resultat geben werden."

"Es war ein sehr spannendes Rennen für Michael und eine großartige Demonstration seiner Fähigkeiten in seinem 300. Grand Prix", erklärt Teamchef Ross Brawn. "Leider war unser Auto nicht schnell genug, um einen Podiumsplatz anzugreifen. Michael hatte gegen Rennende ein Getriebeproblem, das ihn davon abhielt, nach seinem zweiten Stopp weiter zu attackieren."

"Nico zeigte eine starke Leistung, um noch in die Punkteränge zu gelangen und schaffte es beinahe. Angesichts der wenigen Trainingsrunden im Trockenen und einem Auto, das nicht ganz nach seinen Wünschen abgestimmt war, war uns von vorneherein bewusst, dass dies schwierig werden würde", schildert Brawn. "Nun blicken wir nach vorne auf Monza und arbeiten weiter hart, um unsere Leistung zu steigern."

Haug lobt Schumachers Manöver

"Zwei Drittel des Rennens sahen recht vielversprechend für Michael aus, der bei seinem 300. Grand Prix ein großartiges Rennen fuhr", berichtet Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir hatten eine Ein-Stopp-Strategie geplant, wechselten dann aber zehn Runden vor Schluss noch auf zwei Stopps. Michael lag zu dieser Phase auf Platz drei, allerdings konnten die drei Piloten hinter ihm auf frischen Reifen viel schneller fahren als er."

"Michaels Prime-Reifen hatten bereits 26 Runden hinter sich. Dann ging der sechste Gang nicht mehr. Platz sieben war schließlich das Resultat. Michael zeigte im Verlauf des Rennens einige großartige Manöver. Nico startete von Platz 23 und wurde im Ziel Elfter - auch für ihn war mit unserem aktuellen technischen Paket nicht mehr möglich. Jetzt freuen wir uns auf den Großen Preis von Italien am kommenden Wochenende in Monza", so Haug.

Fotoquelle: xpbimages.com

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